FPÖ: Neubauer: Erster Auftritt des Südtiroler Landeshauptmannes - erster Eklat!

Italienische Hetzer schaden dem Zusammenleben in Südtirol

Wien (OTS) - Heftige Reaktionen in Südtirol, aber auch in ganz Italien hat der erste öffentliche Fernseh-Auftritt des neu gewählten Südtiroler Landeshauptmannes Dr. Arno Kompatscher ausgelöst. So war dieser in der Sendung "Porta a porta" einem Frontalangriff durch den RAI-Journalisten Bruno Vespa auf die Autonomie Südtirols und auf die Menschen des Landes ausgesetzt. Leider hat Kompatscher nur wenig bis nichts zu deren Verteidigung vorgebracht.

Vespa hat auf sehr aggressive und hetzerische Art und Weise die Südtiroler als Abkassierer und Schmarotzer hingestellt und "nationale Solidarität" von ihnen eingefordert. Mit diesem rhetorischen Trick hat er versucht, historische Tatsachen zu verdrehen.

"Im Gegensatz zum restlichen Staatsgebiet, kann Südtirol auf einen funktionierenden Finanzhaushalt zurückgreifen, dies aber nur deshalb, weil die Menschen in diesem Land fleißig arbeiten und Steuern zahlen und auch die Verwaltung öffentlicher Gelder funktioniert. Südtirol hat sich auch immer bereit erklärt, freiwillig einen Solidaritäts-Beitrag für die italienischen Finanzen zusätzlich zu leisten, doch die Südtiroler wollen selbst entscheiden, wie hoch die Summe sein soll und wo sie dieses Geld einzusparen gedenken. Sie nun als Abkassierer hinzustellen, ist menschenverachtend und letztklassig", so der freiheitliche Südtirol-Sprecher NAbg. Werner Neubauer in einer Stellungnahme.

"Kompatscher hat es leider verabsäumt, diese Unwahrheiten entschieden zurückzuweisen und darauf hinzuweisen, dass wenn dem so wäre, Italien ja auch getrost auf Südtirol verzichten könnte. Dies kommt einer Kapitulation gleich und ist somit ein Eingeständnis Kompatschers, dass er Südtirol längst als Teil Italiens sieht. Er hätte Vespa unmissverständlich darauf hinweisen müssen, dass die Autonomie keineswegs ein Geschenk an Südtirol gewesen ist. Entgegen der Wilson-Doktrin wurde es unrechtmäßig dem Vaterland Österreich entrissen, die Landeseinheit Tirols zerrissen und gegen den Willen der Menschen Italien einverleibt. Nur aus diesem Grund und zum Schutz der zur Minderheit im eigenen Land Tirol gewordenen Bevölkerung, hat Südtirol heute diesen Sonderstatus erhalten müssen", kritisiert Neubauer.

"Wenn Italien ein derart großes Problem in Südtirol sieht, dann möge es doch auch die einzig richtige Konsequenz ziehen und das 'Los von Rom' befürworten. Es wäre vielen Menschen damit gedient. Diese Hetze im öffentlich-rechtlichen Fernsehen gegen Südtirol ist ein weiterer Beweis dafür, dass die Menschen in Südtirol im falschen Staat leben", so Neubauer.

"Es wird mehr denn je die Aufgabe des Südtirol-Unterausschusses des österreichischen Parlaments sowie des Außenministeriums sein, mit großer Sorgfalt im Rahmen der Schutzmachtfunktion Österreichs darauf zu achten, dass das Autonomiestatut und das Recht auf Selbstbestimmung eingehalten werden und es durch Italien zu keiner Aushöhlung der vertraglich fixierten Bestimmungen kommt", so Neubauer abschließend.

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