Bundesjugendvertretung: Kürzungen im Jugendbereich eindämmen, Ausbildungsrecht umsetzen!

Die BJV sieht Handlungsbedarf bei Verlusten im Jugendbereich und warnt vor Strafen bei der Ausbildungspflicht.

Wien (OTS) - Die Bundesjugendvertretung (BJV) begrüßt die Bewegung der Regierung im Bereich Familienbeihilfe: "Die ausbleibende Valorisierung der Familienbeihilfe stellt viele Familien vor große finanzielle Herausforderungen. Wir erwarten uns von der jetzigen Regierung, dass die jährlichen Verluste endlich der Vergangenheit angehören", zeigt sich BJV-Vorsitzende Johanna Tradinik erfreut. Gleichzeitig zeigt die BJV die Dringlichkeit dieser Maßnahme auch für andere Jugendbereichen auf: "Die Förderungen für Kinder- und Jugendorganisationen wurden seit 2001 nicht an die Inflation angepasst. Durch den Wertverlust entgehen Jugendorganisationen mittlerweile durchschnittlich 20.000 Euro pro Jahr, die sie für ihre wichtige Arbeit mit Kindern und Jugendlichen dringend benötigen. Hier muss die Regierung noch nachschärfen, um die Jugendarbeit auf sichere Beine zu stellen."

Ausbildungsrecht statt -pflicht

In Sachen Ausbildungspflicht ist für die BJV der Rechtsanspruch wesentlich: "Für uns steht das Recht auf Bildung, das auch in der UNO-Kinderrechtskonvention verankert ist, im Vordergrund. Das heißt, Bildung muss für alle jungen Menschen ermöglicht werden. Jugendlichen, die mit Problemen beim Einstieg in den Arbeitsmarkt zu kämpfen haben, nun auch noch mit Strafen zu drohen, ist jedoch die falsche Vorgangsweise", kritisiert Tradinik.
Die Vorsitzende warnt auch davor, junge Menschen in Ausbildungen zu stecken, die von ihnen nicht gewünscht sind: "Dies wäre absolut kontraproduktiv und demotivierend für Jugendliche."
Letztlich seien auch die Unternehmen in die Pflicht zu nehmen:
"Unternehmen müssen angehalten werden, wieder mehr Lehrlinge auszubilden. Auch die Qualität der Ausbildung muss überprüft werden", so Tradinik. Das Ausbildungsrecht müsse so gestaltet sein, dass es für alle jungen Menschen möglich, leistbar und attraktiv ist.

Die BJV setzt sich dafür ein, dass die bei der Regierungsklausur angekündigten Maßnahmen keine Verschlechterungen für Jugendliche bringen und wird deren Umsetzung genau verfolgen. Bei einem Termin mit der neuen Jugendministerin sollen diese Themen genauer diskutiert werden.

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