FPÖ-Walter Rosenkranz: Verbesserung des differenzierten Schulsystems ist ein verbessertes differenziertes Schulsystem

Nebelgranaten der Regierung täuschen über Scheitern der Gesamtschule nicht hinweg

Wien (OTS) - In einer FPÖ-Pressekonferenz zur Bildungspolitik -gemeinsam mit dem Wiener Klubobmann Johann Gudenus und dem klubunabhängigen Gemeinderat Wolfgang Aigner - kritisiert der freiheitliche Bildungssprecher und Vorsitzende des parlamentarischen Unterrichtsausschusses NAbg. Dr. Walter Rosenkranz die bildungspolitische Linie der Regierungsparteien: "Seit 1962 gibt es eine 'Schulversuchitis', die größtenteils nichts gebracht hat. Viele Schulversuche sind noch nie evaluiert worden. Auch die Neue Mittelschule ist so ein Fall." Der bildungspolitische Bereich sei ein Sammelsurium von Worthülsen, bei denen jeder das Gleiche sage, aber nicht dasselbe meine. "In unserem Bildungssystem müssen Leistung, Anstrengung und Disziplin wieder etwas zählen", fordert Rosenkranz. Auch bei ausländischen Beispielen im bildungspolitischen Bereich gebe es meist eine selektive Wahrnehmung, nicht alles könne als Vorbild für Österreich dienen. "Stattdessen versucht man auch noch unser gutes System an berufsbildenden Schulen oder die AHS-Unterstufen zu zerstören."

Die Ideen der sogenannten "Westachse" von ÖVP-geführten Bundesländern betrachtet Rosenkranz als Verschlechterung des Status quo. Die Landeshauptmänner von Vorarlberg und Salzburg Wallner und Haslauer hatten mit unterschiedlicher Entschiedenheit die Gesamtschule gefordert. "Schulpolitik findet in der ÖVP nur dann statt, wenn der Machterhalt davon nicht gefährdet wird", erläutert Walter Rosenkranz dazu. Wie auch schon der Rechnungshof festgestellt hatte, sei die NMS die teuerste Schulform, der Erfolg dieses Konzeptes jedoch bescheiden. "Auch die NMS ist so ein Fall, wo nicht wissenschaftliche Ergebnisse abgewartet worden sind, sondern sich die Wissenschaft nach politischen Interessen zu richten hatte", schreibt Rosenkranz den Bildungsexperten ins Stammbuch.

Den neuerdings diskutierten Plan einer Bildungspflicht bis 18, lehnt die FPÖ ab: "Junge Leute sind zwar schon ab 16 Jahren wahlberechtigt - und das ist auch gut so - bei der Bildung will man sie aber mit Geldstrafen zwingen noch länger im Schulsystem zu bleiben. Wem aber noch nach der Schulpflicht der 'Knopf aufgegangen ist', dem standen auch bisher noch alle Möglichkeiten offen", so Rosenkranz. "Auch in der Bildungspolitik hat für die Freiheitliche Partei die Freiheit gegenüber einer ungerechten Gleichmacherei den Vorrang."

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