Landertshammer: Ausbildungspflicht guter Ansatz gegen Jugendarbeitslosigkeit

Überbetriebliche Ausbildungsstellen müssen diese Aufgabe übernehmen - Unternehmen dürfen dazu nicht zwangsverpflichtet werden

Wien (OTS/PWK021) - "Die von der Bundesregierung beschlossene Ausbildungspflicht für Jugendliche bis 18 Jahre ist ein guter Ansatz, um das Problem der Jugendarbeitslosigkeit in Österreich in den Griff zu bekommen", betont Michael Landertshammer, Leiter der Abteilung für Bildungspolitik in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) sowie Institutsleiter des WIFI Österreich. Gerade jene rund 10.000 Jugendlichen, die jährlich aus dem System fallen, da sie weder eine abgeschlossenen Schulausbildung noch einen Lehrabschluss vorweisen können, müssen wieder in den Arbeitsmarkt integriert werden, "denn diese Jugendlichen sind die Sozialfälle von morgen", so Landertshammer.

In diesem Zusammenhang dürfe es aber nicht darauf hinauslaufen, dass die österreichischen Unternehmen zwangsverpflichtet werden, jene Aufgaben zu übernehmen, die von den Jugendlichen selbst, ihren Eltern und vor allem dem Schulsystem nicht wahrgenommen werden. Die überbetrieblichen Ausbildungsstellen, die diesbezüglich schon gute Arbeit leisten, müssen für diese 'Problemfälle' weiter die ersten Anlaufstellen bleiben. Zusätzlich gibt es seit Jahren über Initiative der Wirtschaftskammer die 'Integrative Berufsausbildung' für lernschwächere Jugendliche. Die Umsetzung dieses Systems schützt vor allem jene jungen Menschen, die nicht lehrvertragsreif sind, vor Arbeitslosigkeit. "Grundsätzlich sind wir in Österreich aber in der glücklichen Lage, dass jeder Jugendliche, der Interesse hat und aus eigenem Antrieb eine Ausbildung machen will, auch eine entsprechende Lehrstelle findet", so Landertshammer abschließend. (BS)

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