Honigrichtlinie - Kadenbach: Interessen der Lebensmittelindustrie haben sich durchgesetzt

Honig mit GVO-Pollen muss weiterhin nicht gekennzeichnet werden

Wien (OTS/SK) - Heute, Mittwoch, hat das EU-Parlament in Straßburg über die Änderung der Honig-Richtlinie abgestimmt. "Der Kommissionsvorschlag berücksichtigt leider nicht die gültige GVO-Verordnung. Geht es nach dem Willen der Kommission, hat der Konsument keine Kontrolle darüber, ob im Honig gentechnisch verunreinigte Pollen sind", betont SPÖ-EU-Abgeordnete Karin Kadenbach am Mittwoch gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. Die Sozialdemokratische Fraktion hat sich deshalb dafür eingesetzt, dass Pollen von gentechnisch veränderten Pflanzen nicht als natürlicher Bestandteil des Honigs zählen, sondern als Inhaltstoffe deklariert werden. Diese Position wurde auch vom EuGH vertreten. "Das hätte den Vorteil gebracht, dass der Honig dann auch gekennzeichnet werden muss und der Verbraucher darüber informiert ist, wie sich der Honig zusammensetzt", sagt Kadenbach. ****

"Leider haben sich wieder jene Abgeordnete durchgesetzt, die den Argumenten der Lebensmittelindustrie Glauben geschenkt haben. Die derzeitige Situation ist ein Betrug am Verbraucher, jeder sollte das Recht darauf haben, zu wissen, was er konsumiert", so die EU-Abgeordnete. Und weiter: "Die heutige Abstimmung war ein Rückschritt. Es wurde die Chance verpasst, mehr zur Transparenz bei Lebensmitteln beizutragen und jene Imker zu unterstützen, die sich bemühen, ihren Honig so zu produzieren, dass keine GVO-Pollen enthalten sind." (Schluss) bj/mp

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