Kadenbach: EU-Parlament verlangt koordiniertes Vorgehen gegen Wilderei und illegalen Handel mit Wildtieren

CITES-Konvention ernst nehmen und umsetzen

Wien (OTS/SK) - "Die Einnahmen durch den Handel mit bedrohten Arten belaufen sich nach Schätzungen auf 18 bis 26 Milliarden Euro pro Jahr. Diese illegalen Aktivitäten bedrohen massiv die Artenvielfalt, es ist daher höchst an der Zeit, ein international koordiniertes Vorgehen an den Tag zu legen, um Wilderern und Händlern das Handwerk zu legen", betont die SPÖ-EU-Abgeordnete Karin Kadenbach am Mittwoch gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. Das Europäische Parlament hat deshalb heute einer Entschließung zugestimmt, mit der die Mitgliedstaaten aufgefordert werden, sich dieser Problematik vordringlich anzunehmen. ****

"Bereits bei der CITES-Konferenz hat man festgehalten, dass Handlungsbedarf besteht. Nun müssen wir die CITES-Konvention auch innerhalb der EU umsetzen, damit es nicht wieder nur bei Lippenbekenntnissen bleibt", unterstreicht Kadenbach. Sie verweist darauf, dass die Europäische Union ein bedeutender Markt und eine wichtige Transitroute für den illegalen Handel mit Wildtieren sei, deshalb sei es notwendig, dass die Mitgliedstaaten eng kooperieren. "Das Parlament verlangt eine bessere Nutzung der Strafjustizsysteme und entsprechende finanzielle Ressourcen, damit die Vergehen verfolgt werden können. Darüber hinaus muss bei Europol eine Wildlife Crime Unit angesiedelt werden, um einen strategischen Ansatz zu koordinieren", so die EU-Abgeordnete.

Ein großes Problem sei auch die Trophäenjagd, hier müssen die gesetzlichen Bestimmungen für die Einfuhr in die EU überarbeitet werden. "Geschätzte 30.000 Elefanten und 950 Nashörner sind im Jahr 2013 allein in Afrika Wilderern zum Opfer gefallen. Die Bestände sind massiv bedroht, doch in Afrika und den asiatischen Abnehmerländern von Elfenbein und Horn unternimmt man wenig. Die EU muss sich einbringen und politischen Druck auf diese Staaten ausüben", sagt Kadenbach. (Schluss) bj/mp

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