"matinee" am 19. Jänner: "Musikalische Reisen" auf Händels Spuren und Cary-Grant-Doku zum 110. Geburtstag der Filmlegende

Außerdem: Katholischer Gottesdienst live aus Krems an der Donau

Wien (OTS) - In die Zeit Georg Friedrich Händels im 18. Jahrhundert und zu original erhaltenen Schauplätzen in London und Dublin führen die "Musikalischen Reisen" in der "matinee" am Sonntag, dem 19. Jänner 2014, um 9.05 Uhr in ORF 2. Nach dem live aus der Stadtpfarre St. Veit in Krems an der Donau übertragenen "Katholischen Gottesdienst" (9.30 Uhr) widmet sich der ORF-Kulturvormittag dann um 10.15 Uhr einem weiteren unvergesslichen britischen Künstler, diesmal aus dem 20. Jahrhundert: Cary Grant war ein Bild von einem Mann und beherrschte die Leinwand jahrzehntelang mit seinem markanten Gesicht, seiner Eleganz und seiner unnachahmlichen Selbstironie. Anlässlich der 110. Wiederkehr seines Geburtstags (am 18. Jänner) erinnert die "matinee" mit der Dokumentation "Legenden der Leinwand: Cary Grant" von Lyndy Saville noch einmal an den einstigen Frauen- und Männerschwarm.

Die Sendungen im Überblick:

"Musikalische Reisen: Auf G. F. Händels Spuren durch London und Dublin" (9.05 Uhr)

Obwohl Georg Friedrich Händel 1685 im deutschen Halle geboren wurde, war die britische Metropole London seit 1712 sein zentraler Lebensmittelpunkt. Hier schrieb er den berühmten "Messiah" und viele andere Meisterwerke. Der britische Schauspieler Simon Callow ("Vier Hochzeiten und ein Todesfall") führt in der aktuellen Ausgabe der "Musikalischen Reisen" durch original erhaltene Schauplätze in London und Dublin und beschreibt launig manch anekdotisch überlieferte Episode aus dem Leben und Schaffen des in vielerlei Hinsicht gewichtigen Komponisten Händel. Regie führte Peter Beveridge.

"Legenden der Leinwand - Cary Grant" (10.15 Uhr)

Archibald Alexander Leach, wie der Schauspieler eigentlich hieß, wuchs in ärmlichen Verhältnissen im englischen Bristol auf. Der Tristesse entkam er, als er sich mit kaum 13 Jahren einer Komödiantentruppe anschloss. Als Pantomime und Akrobat lernte er zu fallen und zu gefallen. 1920 führte ihn ein Gastspiel in die USA, wo er blieb. Dort wurde er 1932 von Paramount entdeckt und unter Vertrag genommen, Paraderolle: gut aussehender Kleiderständer. Grants kantiges, von Kinn und Nase dominiertes Gesicht, sein starrer Oberkörper und sein von ihm selbst erfundener Akzent gaben ihm etwas Statisches, das Regisseure wie Hitchcock oder Hawks herausforderte.

"Den nehm' ich!", soll Mae West auf einem Studiogelände 1933 ausgerufen haben, als sie nach einem attraktiven Stichwortgeber für ihren nächsten Film suchte. Zusatz: "Wenn er sprechen kann." Tatsächlich wurde der "Mann aus Marmor" in Hollywood lange wie eine blonde Diva aufgebaut: wenig Text, viele Beauty-Shots. Keinem anderen männlichen Darsteller ist es wie ihm gelungen, mit Screwball-Komödien berühmt zu werden. Die weiblichen Stars der 30er Jahre trugen ihn bereitwillig zum Erfolg: Katherine Hepburn, Marlene Dietrich und eben - Mae West. Als sein eigener Agent war Grant weitsichtig genug, sich nicht ausschließlich auf Komödienrollen zu beschränken. Seine gelegentlichen Auftritte in Abenteuerfilmen und Melodramen würzte er mit einer Selbstironie, die seine Helden- und Liebhaberrollen auch für Intellektuelle genießbar machten. Er pflegte den Kontakt zu guten Drehbuchautoren, unterwarf seinen Körper einem eisernen Training und änderte niemals etwas an seiner Frisur. So machte er sich selbst zu einer Marke.

Von 1941 an durfte das Publikum dunkle Seiten an der Lichtgestalt Cary Grant entdecken, Alfred Hitchcock sei Dank. Bei ihm verkörpern die 190 Zentimeter unerschütterliche Manneskraft das Prinzip des Zweifels. Nicht nur in "Vertigo" steht Grant am Abgrund. Hitchcock war etwas aufgefallen. Zu ausgeprägt bisher seine Neigung, die Liebe von Frauen mit nichts als amüsierter Verwunderung zu erwidern. Bestenfalls - denn die Filme, in denen er Frauen schlägt, ergäben ein eigenes kleines Festival, diejenigen, in denen er ihre Kleider trägt, ein großes. Sein privates Glück soll der Frauenschwarm nach fünf Ehen erst im Alter von 62 Jahren als Vater einer Tochter gefunden haben. Die zahlreichen Gerüchte, er liebe eigentlich Männer, mit denen er zwischendurch auch immer wieder zusammenlebte, kommentierte Cary Grant stets mit einem Lächeln.

Die "matinee" ist nach der TV-Ausstrahlung sieben Tage auf der Video-Plattform ORF-TVthek (http://TVthek.ORF.at) als Video-on-Demand abrufbar.

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