Pirker: Mehr Sicherheit und weniger Kosten durch intelligente Fahrtenschreiber

EU-Abgeordneter verärgert über praxisferne Regelungsvorschläge der Mitgliedstaaten - Ausnahmen für Handwerker durchgesetzt

Straßburg, 15. Jänner 2014 (ÖVP-PD) LKW und Busse im Fernverkehr müssen künftig mit sogenannten "intelligenten Fahrtenschreibern" ausgestattet werden. Dies beschließt heute das EU-Parlament. "Mit der neuen Technik sparen wir Zeit und Geld für diejenigen Transportunternehmen, die die Lenk- und Ruhezeiten respektieren und dadurch die Sicherheit im Straßenverkehr erhöhen", erklärt der Verkehrssprecher der ÖVP im EU-Parlament Hubert Pirker heute in Straßburg. ****

Die neuen Tachographen können von den Kontrollbehörden aus der Entfernung ausgelesen werden, ohne die Fahrzeuge anhalten zu müssen. "Das oft stundenlange Warten bei Straßenkontrollen hat für die Spediteure damit ein Ende. Angehalten wird nämlich nur, wer sich nicht an die Vorschriften hält", so Pirker.

Überaus verärgert zeigt sich Pirker über die Haltung der Mitgliedstaaten. Bei der vom EU-Parlament geforderten Ausnahme der Aufzeichnungspflichten für Baustellenverkehr habe sich der Rat quergestellt. "Die Verhandlungen mit dem Rat waren extrem
schwierig. Die Blockade der Verkehrsminister beim Baustellenverkehr ist unverständlich und kann nur von Schreibtischexperten stammen. Denen ist nicht bewusst, dass beim Baustellenverkehr mit vielen kurzen Stopps, Rangierbewegungen und der Anlieferung von verderblichen Gütern wie Beton die korrekte Einhaltung der Lenk-und Ruhezeiten praktisch gar nicht möglich ist", so Pirker.

Positiv zu vermerken sei laut dem EU-Abgeordneten die Ausnahme für Handwerksbetriebe. Auch hier habe sich der Rat lange geziert, das EU-Parlament konnte sich aber durchsetzen. "Die Ausnahme von Handwerksbetrieben in einem Radius von 100 km um den Firmensitz aus der Tachographenverordnung ist ein wichtiges Signal zur Unterstützung der heimischen Wirtschaft. Gesetze müssen praktikable Lösungen anbieten und dürfen nicht einzelne Branchen mit nicht praktikablen Auflagen belasten", so Pirker abschließend.

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