FPÖ-Mölzer: EU muss gegenüber Serbien mehr Fairness zeigen

Brüssel darf nicht länger legitime serbische Interessen ignorieren und hat sich von der Illusion eines "multiethnischen" Kosovo zu verabschieden

Wien (OTS) - Die Europäische Union dürfe Belgrad keine unnötigen Hürden mehr aufstellen, sagte der freiheitliche EU-Delegationsleiter Andreas Mölzer im Vorfeld der heutigen Aussprache zum Fortschrittsbericht über Serbien im Europäischen Parlament. "Einerseits hat Serbien in den vergangenen Jahren bemerkenswerte Reformen durchgeführt, und andererseits ist Serbien im Gegensatz zur islamisch geprägten Türkei sowohl geographisch als auch kulturhistorisch ein Teil Europas", hielt Mölzer fest.

Vor allem müsse Brüssel gegenüber Belgrad mehr Fairness an den Tag legen, forderte der freiheitliche EU-Mandatar. "Das war bisher leider nicht der Fall. Vielmehr hat die EU die Schutzpatronin der Kosovo-Albaner gespielt und die legitimen serbischen Interessen bewusst ignoriert. Und dass sich die selbsternannte Wertegemeinschaft bei der Schändung serbischer Klöster und anderer Kulturgüter im Kosovo in Schweigen gehüllt hat, ist schlichtweg ein Skandal", betonte Mölzer.

Vor allem aber dürfe es, so der freiheitliche Europaabgeordnete, zu keiner wie auch immer gearteten Junktimierung der EU-Annäherung Serbiens mit der Anerkennung des Kosovo durch Belgrad kommen. "Dies käme einer Erpressung Serbiens gleich. Statt dessen sollte die EU lieber von der Illusion eines multi-ethnischen Kosovo, der nicht funktioniert, Abstand nehmen und sich ernsthaft überlegen, ob eine Abspaltung des serbisch besiedelten Kosovo nicht die bessere Lösung wäre, um langfristig Stabilität zu gewährleisten", schloss Mölzer.

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