Stronach/Lintl kritisiert Abschaffung des investitionsbedingten Freibetrags für begünstigte Wertpapiere

Rot-schwarzer Angriff auf unternehmerischen Mittelstand

Wien (OTS) - Die geplante Abschaffung des investitionsbedingten Freibetrags für begünstigte Wertpapiere ist ein herber Schlag ins Gesicht für die rund 100.000 Gewerbetreibenden und Freiberufler in Wien. NAbg. Dr. Jessi Lintl, Landesobfrau des Team Stronach Wien, warnt davor, "dass durch diese neue Regelung wieder einmal primär der unternehmerische Mittelstand angegriffen wird, denn Kapitalgesellschaften sind nicht betroffen."

Die Idee der Bundesregierung, dadurch Investitionen in die Realwirtschaft zu fördern, sei grundsätzlich begrüßenswert. "Jedoch wird dabei außer Acht gelassen, dass die Möglichkeit für Realinvestitionen insbesondere für die Dienstleistungsunternehmen, die in Wien rund 50 Prozent aller EPUs ausmachen, beschränkt ist", so Lintl. Dies ergebe sich schon aus der Sache - ein Dienstleistungsunternehmen hat einfach einen weit geringeren Investitionsbedarf als ein produzierender Betrieb.

Gänzlich außer Acht gelassen wird laut Lintl zudem, dass die meisten Einzelunternehmer und Freiberufler diesen Freibetrag nicht zur Spekulation mit Wertpapieren an der Börse nützen, sondern zur Finanzierung einer persönlichen Altersvorsorge aus betrieblichen Mitteln. "Diese Möglichkeit wird nach der neuen Regelung wegfallen, genauso wie die Investition in österreichische Staatsanleihen - auch eine beliebte Form der Nutzung des Freibetrags", kritisiert Lintl.

Der Gewinnfreibeitrag wurde ursprünglich als Nachbildung des geringer besteuerten 13. und 14. Monatsgehaltes der Arbeitnehmer geschaffen. Während es dem Arbeitnehmer jedoch frei gestellt ist, was er mit seinem Geld macht, wird der Unternehmer mit dieser neuen Regelung einfach bevormundet. "Die österreichischen Einzelunternehmen und Personengesellschaften sind eine wichtige Stütze unserer Gesellschaft und zudem ein wichtiger Arbeitgeber. Es wird Zeit, dass die Regierung das endlich anerkennt und aufhört dieser Gruppe laufend neue Steine in den Weg zu legen" verlangt Lintl.

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