FPÖ-Burschenschafterball blockieren!

Am 24. Jänner auf die Straßen - Dem rechten Spuk ein Ende bereiten!

Wien (OTS) - Auch heuer trifft sich die Elite der europäischen Rechten zu Tanz und Vernetzung am 24.01.2014 in der Hofburg. Verachtenswert genug, dass Rassismus, Sexismus, Antisemitismus sowie offen vorgetragene Homophobie nach wie vor politische Realität sind. Untragbar jedoch ist, dass dieser von Mitgliedern der FPÖ und des Wiener Korporationsrings (WKR) organisierte Ball auch noch in der Wiener Hofburg statt findet.

Selbst im "heiligen Land Tirol" konnten die dort politischen Verantwortlichen die notwendigen Konsequenzen ziehen und haben die Ewiggestrigen aus der Stadt verbannt. Wir fordern das umso mehr für das Rote Wien, dessen Stellungnahme bisher ausblieb.

Damit den Worten Taten folgen, organisiert das Bündnis "Offensive gegen Rechts" (OGR) nun das dritte Jahr in Folge Proteste gegen das völkische Stelldichein. Die OGR ist ein breites Bündnis aus über 40 Organisationen.

Antifaschistische Vereinigungen wie etwa Gewerkschaften, Jugendorganisationen und migrantische Vereine bis hin zum KZ-Verband haben sich zusammengeschlossen, um breiten Widerstand zu leisten. Wir rufen für den Abend des Balls zu einer Demonstration und massenhaftem zivilen Ungehorsam in Form von Blockaden auf. Von uns wird dabei keine Eskalation ausgehen.

"Wir werden uns den Rechten in den Weg stellen. Für uns ist die widerstandslose Duldung einer solchen Veranstaltung keine Option. Deshalb haben wir eine klare Ansage für diesen Abend: No pasarán! (Übs.: Sie kommen nicht durch!)", hält eine Aktivistin der Offensive fest.

Dass die Partei der Burschenschafter, die FPÖ, in den letzten Tagen die antifaschistischen Proteste mit Jung'schen Spinnerein zu kriminalisieren versucht, beweist einmal mehr, dass diese Partei von demokratischen Grundrechten wie dem auf Versammlungsfreiheit nicht viel hält.

Wir fordern entschieden unser Recht ein, antifaschistischen Protest auf die Straße zu tragen. Wir gehen davon aus, dass die Exekutive den Hirngespinsten einiger alter Herren keinen Glauben schenken wird und die angemeldeten Proteste nicht unterbindet.

Die Offensive gegen Rechts weist seit Jahren darauf hin, dass deutschnationale Burschenschafter eine Scharnierfunktion zwischen der außerparlamentarischen und der parlamentarischen Rechten einnehmen. Es geht uns jedoch nicht nur darum: In den letzten Jahren gab es durch die Kürzungspolitik in ganz Europa einen Aufwind der extremen Rechten jeglichen Couleurs. OGR will daher am 24.1. nicht nur ein starkes antifaschistisches Zeichen setzen, sondern linke Alternativen zu diesen Entwicklungen aufzuzeigen.

Die OGR zeigt sich mit allen Initiativen solidarisch, die die Problematik des Balles thematisieren. Die Erfahrung der letzten Jahre hat eindeutig gezeigt, dass das Appellieren an politische Verantwortliche nicht ausreicht. Das Verzögern des Balles und die zurückgehende Teilnehmer_innenanzahl konnte nur durch den unermüdlichen antifaschistischen Protest von über 8000 Antifaschist_innen auf der Straße erreicht werden.

Daher rufen wir alle Antifaschist_innen auf, am 24.1.2014 um 17:00 vor das Hauptgebäude der Universität Wien zu kommen und gegen den Ball zu protestieren. Antifaschismus geht uns alle an!

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