Titschenbacher: Forst ist verlässlicher Partner für die Industrie

Waldbesitzer haben seit 2002 um 20% mehr Holz auf den Markt gebracht

Graz (OTS) - "Die Forstwirtschaft war und ist bei der Holzversorgung für die Papier- und Zellstoffindustrie ein verlässlicher Partner", betont der Präsident der Landwirtschaftskammer Steiermark, Franz Titschenbacher. Das beweisen die Einschlagszahlen der vergangenen zehn Jahre. Titschenbacher rechnet vor: "2002 haben die österreichischen Waldbesitzer noch 14,85 Mio. fm eingeschlagen. 2012 waren es bereits 18,02 Mio. fm. Das ist eine beachtliche Mengensteigerung von mehr als 20%." Und weiter: "Die heimischen Waldbesitzer haben sogar die Durchforstungen stark forciert und somit im Speziellen größere Mengen an Holz für die Papiererzeugung auf den Markt gebracht." Diesen Kurs werde die heimische Forstwirtschaft weiter konsequent fortsetzen, so der LK-Präsident.

Holzfeuerungsanlagen sind hocheffizient

Nicht gelten lässt Titschenbacher auch die Behauptung der österreichischen Papierindustrie, dass die energetische Nutzung von Holz ineffizient sei. Der Kammerpräsident stellt klar: "Automatische Holzfeuerungsanlagen aus Österreich erzielen vorbildhafte Wirkungsgrade von deutlich über 90%. Nicht zuletzt deshalb wird die österreichische Technologie auch in ganz Europa nachgefragt. Österreichische Unternehmen der Bioenergiebranche gelten weltweit als Technologieführer."

Ökostromgesetz längst novelliert

Hinsichtlich des Ökostromgesetzes ruft Titschenbacher in Erinnerung: "Durch das längst novellierte Ökostromgesetz werden nur mehr effiziente Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen gefördert. Durch die relativ niedrigen Einspeisetarife wurden seit nunmehr sechs Jahren praktisch keine Biomasse-Ökostromanlagen mehr gebaut, der Holzbedarf für die Ökostromerzeugung hat sich demgemäß auch seit 2008 nicht verändert." Titschenbacher weiter: "Von einem ungebremsten Anstieg der energetischen Nutzung von Holz im Ökostromregime kann daher nicht die Rede sein."

Steiermark setzt auf kleine, dezentrale Biomasseheizwerke

Auch zu den Biomasse-Großkraftwerken hat Titschenbacher eine klare Position: "Die Steiermark setzt schon immer auf eine Wärmeversorgung mit kleinen dezentralen Anlagen und Mikronetzen. Der Bau von Biomasse-Großkraftwerken ist derzeit in der Steiermark kein Thema." (Schluss)

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