Mückstein: 7 Milliarden Folgekosten wegen psychischer Erkrankungen

Grüne fordern Psychotherapie auf Krankenschein

Wien (OTS) - Die neue Studie von Friedrich Schneider bekräftigt längst bekannte, besorgniserregende Ergebnisse: Psychische Störungen aufgrund stressbedingter Überlastungen und Burn-out nehmen zu, Tendenz rasch steigend. Bei Frauen sind psychische Erkrankungen mittlerweile der häufigste Grund für die Invaliditätspensiion, auch bei Männern wird ein Anstieg psychischer Erkrankungen verzeichnet. In wenigen Jahren werden ohne entsprechende Gegenmaßnahmen Folgekosten in der Höhe von 10 Milliarden Euro erwartet.

"Die Krankenkassen und die Regierungsparteien blockieren weiterhin den Gesamtvertrag für Psychotherapie und wollen bei der rechtswidrigen Kontingentierung von Kassenpsychotherapie bleiben", kritisiert Mückstein. Rund 400.000 Psychotherapiebedürftige in Österreich, aber nur 65.000 Personen in Psychotherapie. Davon zahlen sich mehr als die Hälfte ihre Psychotherapie aus der eigenen Tasche.

Das ist ein österreichischer Skandal, der nicht nur aus ethisch-moralischer Sicht untragbar ist, sondern eben auch extrem hohe Kosten verursacht. "Während flächendeckende psychotherapeutische Versorgung mit zusätzlichen 100 Millionen Euro jährlich sicherzustellen wäre, werden Milliardenbeträge aufgrund der Blockadehaltung in den Sand gesetzt", sagt Mückstein.
Dabei ist die Krankenkasse seit 1991 verpflichtet, Psychotherapie auf Kassenkosten für ganz Österreich ohne Ausnahme sicherzustellen. Seit 1991 zahlen alle Krankenkassenversicherten auch für Psychotherapie einen Beitrag . Deshalb hat jede/r Versicherte/r das Recht, Psychotherapie in Anspruch zu nehmen.

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