Kadenbach: EU-Parlament fordert Aus für Plastiksackerl

Plastikmüll gefährdet Weltmeere

Wien (OTS/SK) - Heute, Dienstag, hat sich das EU-Parlament mit überwältigender Mehrheit für eine EU-weite Strategie zur Vermeidung von Kunststoffmüll ausgesprochen. "Plastiksackerl, die weder kompostierbar noch biologisch abbaubar sind, müssen endlich verbannt werden. Die Gewässer werden dadurch stark verschmutzt, riesige Plastikinseln treiben durch die Meere und gefährden Fischbestände. Mit Aufklärungskampagnen allein wird man das Problem nicht lösen können, deshalb brauchen wir strenge Regelungen, um den Plastikmüll einzudämmen", sagt die SPÖ-EU-Abgeordnete Karin Kadenbach am Dienstag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. Sie erinnert daran, dass allein im Jahr 2010 in der EU 95,5 Milliarden Plastiksackerl ausgegeben wurden. "Dadurch wird nicht nur die Umwelt gefährdet, sondern es werden auch wertvolle Ressourcen verschwendet, denn für die Produktion werden große Mengen an Erdöl verbraucht." ****

Kadenbach begrüßt, dass die Kommission die Verpackungsrichtlinie neu gestalten will und somit neue Regelungen geschaffen werden, um den Müllberg zu reduzieren und strengere Vorgaben für Recycling zu implementieren. "Nun geht es darum, dafür Sorge zu tragen, dass sich die Lobbyisten der Plastikindustrie nicht durchsetzen. Denn Berechnungen der Kommission haben ergeben, dass sich die weltweite Produktion von Plastik bis 2050 verdreifachen könnte. Europa muss nun seinen Beitrag leisten, damit dieses Szenario nicht Realität wird", sagt die Europaabgeordnete. (Schluss) bj/mp

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