Schatz: Nachhaltige Bildung und Qualifikation statt teurer, sinnloser und schikanöser Kurzkurse

Grüne: AMS-Daten zeigen, dass die AMS-Politik an Problem und Bedarf vorbeigeht

Wien (OTS) - "Arbeitslose Menschen brauchen keine Sinnlos-Kurzkurse, sondern echte Ausbildung und Qualifikation. Sie brauchen keine schikanösen und schlechtest bezahlten pseudo-Zeitarbeitsverhältnisse, sondern echte Chancen und Förderungen", meint Birgit Schatz, ArbeitnehmerInnensprecherin der Grünen. "Österreich gibt viel Geld aus für aktive Arbeitsmarktpolitik. Es wird Zeit, dass dieses Geld für nachhaltige zertifizierte Qualifikation verwendet wird statt für absurde statistische Versteckspiele. Nachhaltige und auf langfristige Ausbildung und Qualifikation abzielende Maßnahmen sind nicht nur für die Betroffenen sinnvoll, sondern auch für die öffentliche Hand, wie eine vom Sozialministerium eben erst publizierte Studie aufzeigt", sagt Schatz und ergänzt: "Es ist daher großartig, dass sich auch die Volksanwaltschaft dieses Themas annimmt".

Dass die AMS-Kurspolitik kontraproduktiv ist, gesteht indirekt auch AMS-Chef Kopf ein, in dem er die absurde Behauptung aufstellt, dass 60 Prozent der KursteilnehmerInnen innerhalb von sechs Monaten nach Kursende einen Job hätten. "Noch skurriler geht's ja kaum: Menschen, die keinen Kurs absolvieren, verweilen nämlich nach AMS-Angaben durchschnittlich nur 86 Tage in der Arbeitslosigkeit", sagt Schatz.

Und eine weitere Kennzahl macht deutlich, dass das AMS völlig am realen Bedarf vorbei Kurse zukauft und arbeitslose Menschen damit schikaniert. Die AMS-Statistik weist derzeit mehr als 104.000 langzeitbeschäftigungslose Menschen auf, also Menschen, denen das AMS länger als ein Jahr lang keine ernst zu nehmende Hilfe anbieten konnte. Diese Zahl hat sich im letzten Jahr um 26 Prozent erhöht. "Wer das nicht sieht, verschließt mit Absicht seine Augen vor der Realität", meint Schatz.

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