AK: Geplante überstürzte Einführung von Smart Meter überdenken!

Wichtiger ist ein bundesweites Energieeffizienzgesetz

Wien (OTS) - "Österreich braucht nicht Musterschüler bei der Einführung der sogenannten Smart Meter spielen", sagt AK Energie-Experte Josef Thoman. "Der Handlungsspielraum bei Smart Metern sollte genutzt werden. Viel wichtiger ist aber, ein bundesweites Energieeffizienzgesetz rasch einzuführen", appelliert Thoman an den Wirtschaftsminister.

Die AK unterstützt die Forderung des Dachverbands Erneuerbare Energie Österreich nach einer Nachdenkpause bei der geplanten Einführung der Smart Meter und regt an, sich an Deutschland zu orientieren. Der Einbau von neuen Zählern soll dort beginnen, wo der Nutzen am größten ist - also bei großen Verbrauchern und Erzeugungsanlagen. "Österreich sollte nicht den Musterschüler spielen, sondern den Handlungsspielraum nutzen", so Thoman. Viel wichtiger und effektiver als die flächendeckende Einführung von Smart Metern sind ohnehin Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz und der Reduktion des Verbrauchs.

Bis 2019 wollen Österreichs Netzbetreiber mindestens 95 Prozent ihrer Netzkunden mit neuen Stromzählern ausstatten. Die EU-Vorgaben sehen aber "nur" eine Quote von 80 Prozent bis 2020 vor und erlauben bei Nachweis des Kosten-Nutzen-Verhältnisses sogar eine noch geringere Quote. Eine umfassende Studie im Auftrag der deutschen Bundes-regierung sowie jüngste Beispiele zeigen, dass die Kosten für Smart Meter häufig höher sind als der Nutzen. "Die Kosten gehen zu Lasten der privaten Haushalte", so Thoman.

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