Köchl zu AK-Kaske: Kleine GmbH in beschlossener Form erhalten!

Grüne können Logik auf Verlustbesteuerung nicht unterstützen

Wien (OTS) - "AK Präsident Kaske verwechselt etwas. Das Mindeststammkapital bei GmbHs hat sehr wenig mit Gläubigerschutz zu tun. Das erforderliche Stammkapital definiere sich vielmehr über die jeweiligen unternehmerischen Aktivitäten. Für einfache Grafikbüros seien auch 10.000 Euro zuviel, für Baufirmen wären auch 35.000 Euro beiweitem zuwenig", sagt der Grüne Sprecher für Selbstständige, Matthias Köchl, und ergänzt: "Der GläubigerInnenschutz kann folglich nicht über das am Papier festgeschriebene Mindeststammkapital erfolgen, hier gibt es bessere Wege".

Allen kleinen UnternehmerInnen durch Gesetze "Konzernstrukturen" und auch die entsprechend hohen Fixkosten aufzwingen zu zu wollen sei absolut UnternehmerInnenfeindlich. "Gewinne gehören fair besteuert, die Verlustbesteuerung durch die aufgezwungene Mindestkörperschaftssteuer-Vorauszahlung ist entschieden abzulehnen. Die Besteuerung der schlichten Existenz, unabhängig von Gewinnen seit ein Signal in die falsche Richtung", meint Köchl.

Kapitalherabsetzung als Steuerumgehung darzustellen weist Köchl entschieden zurück. "Wenn man diese Denkweise fortsetzt müsste Kaske eine Mindest-Kapitalertragssteuer auch auf Sparbuchzinsen fordern sowie Barbehebungen von Sparbüchrn als Steuerumgehung bzw. Steuerausfall kritisieren. Das wäre dann ähnlich absurd", sagt Köchl.

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