"Weltjournal" und "WELTjournal +" am 15. Jänner: "GPS - Kampf am Himmel" und "Teurer Treibstoff - Wunderauto gesucht"

Wien (OTS) - Seit Dezember hat das amerikanische Satelliten-Navigationssystem GPS Konkurrenz: China hat sein eigenes System COMPASS vorerst einmal zwischen Indien, Sibirien und Australien betriebsbereit gemacht. Bald wird es kostenlos auf der ganzen Welt zur Verfügung stehen. Auf dem Massenmarkt der Endnutzergeräte soll dann das große Geld verdient werden. Das "Weltjournal" - präsentiert von Cornelia Vospernik - zeigt in der spannenden Reportage "GPS - Kampf am Himmel" am Mittwoch, dem 15. Jänner 2014, um 22.30 Uhr in ORF 2 u. a., welche neue Möglichkeiten sich durch GPS in nächster Zeit ergeben. Um 23.00 Uhr folgt die "WELTjournal +"-Reportage "Teurer Treibstoff - Wunderauto gesucht".

Weltjournal: "GPS - Kampf am Himmel"

Ohne Zweifel ist das Global Positioning System GPS eine der nützlichsten Entwicklungen der vergangenen Jahrzehnte: Heute ist kaum mehr ein Auto ohne Navi unterwegs und beinahe jedes Handy hat einen GPS-Empfänger. Uhren werden ebenso mit einem GPS-Chip ausgestattet wie digitale Kameras. Farmer in den USA betreiben damit Präzisionsackerbau per Satellit und Wanderarbeiter aus chinesischen Dörfern finden sich so in den wild wuchernden Großstädten zurecht.

Das System wurde vom US-Verteidigungssystem entwickelt und war ursprünglich nur für den militärischen Einsatz vorgesehen. Inzwischen wird es aber rund um die Welt verwendet und dadurch ergibt sich eine Abhängigkeit, die bei einer Krise unter Umständen zu einem Ausfall wichtiger Technologien führen kann. Deshalb entwickeln Russland, China und die EU eigene GPS-Alternativen, um von den Amerikanern unabhängig zu sein. Doch die Kosten dafür sind immens: So investieren allein die Europäer pro Jahr rund eine Milliarde Euro in das Galileo-System, das nach vielen Verzögerungen frühestens Ende 2014 bedingt einsatzbereit sein soll.

WELTjournal +: "Teurer Treibstoff - Wunderauto gesucht"

In den bevölkerungsreichen Großstädten wachsen die Autoschlangen auch außerhalb der sogenannten Rushhour stetig an. Die Feinstaubbelastung ist besonders im drückenden Wintertief zur Alltagsplage geworden. In chinesischen Großstädten werden Zulassungen für herkömmliche Autos deshalb nur noch im Lotteriesystem vergeben und stark limitiert. Elektroautos gelten daher für viele als Lösung der drängendsten Verkehrsprobleme. Da aber deren Reichweite immer noch gering ist, sind Unternehmer und Forscher fieberhaft auf der Suche nach neuen, speicherstarken Batterien.

Als essenzieller Rohstoff für diese "Wunderbatterien" wird das weißglänzende Lithium gehandelt, ein Leichtmetall, das auch im Smartphone- und Laptopbereich für Akkus verwendet wird. Mobilitätsstrategen sehen es als maßgebenden Rohstoff der Zukunft. Lithium-Ionen-Batterien werden von Tag zu Tag effizienter und kleiner. Sie sollen mit neuen Speichermetallmischungen den fossilen Brennstoffen den Rang ablaufen.

Das "WELTjournal +" zeigt drei globale Mitspieler der angestrebten Lithiumrevolution: An den Salzseen Boliviens hoffen Experten und Politiker auf eine Verbesserung der Abbauqualität des Lithiums - und dadurch auf volle Staatskassen. China engagiert sich in der großflächigen Verbreitung von Elektroautos und beabsichtigt, das Land an vorderster Front in einer neuen Technologierevolution zu positionieren. Und in Europa rätseln innovative Firmenstrategen über Starkstromtankstellen und "smart grids" für Elektrobatterien, damit dem gepriesenen Zukunftsträger "Wunderauto" nicht allzu rasch der Saft ausgeht.

Diese Ausgaben von "Weltjournal" und "WELTjournal +" sind nach der TV-Ausstrahlung sieben Tage auf der Video-Plattform ORF-TVthek (http://TVthek.ORF.at) als Video-on-Demand abrufbar.

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