Verkehrsministerium weist Kritik an Eisenbahnkreuzungsverordnung zurück

2013 gab es 17 Tote und 73 Verletzte bei Unfällen auf Eisenbahnkreuzungen

Wien (OTS/BMVIT) - Das Verkehrsministerium weist die Kritik an der Eisenbahnkreuzungsverordnung zurück. Die neue Eisenbahnkreuzungsverordnung, die die Überprüfung jedes einzelnen Bahnübergangs festschreibt und klare und strenge Kriterien für die technische Absicherung vorsieht, muss in einer gemeinsamen Anstrengung von Bund, Ländern und Gemeinden umgesetzt werden. Denn hier geht es um das Leben und die Gesundheit von Menschen. Für die Sicherheitsinvestitionen sind entsprechend lange Übergangsfristen vorgesehen, was den Bahn- und Straßenerhaltern eine sorgfältige Planung und schrittweise Umsetzung ermöglicht. ****

Im Vorjahr sind bei Unfällen auf Eisenbahnkreuzungen 17 Menschen ums Leben gekommen, 29 wurden schwer und 44 leicht verletzt. Insgesamt gab es 148 Kollisionen zwischen Zug und StraßenverkehrsteilnehmerInnen. Das geht aus der aktuellen Unfallstatistik der Sicherheitsuntersuchungsstelle des Bundes hervor.

Im Vergleich zum Jahr 2012 gab es 2013 mehr tödliche Unfälle. 2012 starben 15 Menschen bei Eisenbahnkreuzungsunfällen. Auch die Zahl der Kollisionen hat von 140 auf 148 leicht zugenommen. Rückgänge wurden bei der Zahl der Verletzten verzeichnet, 2012 wurden 32 Personen schwer und 50 leicht verletzt.

Absicherung von Eisenbahnkreuzungen seit 2007 verstärkt

Seit dem Jahr 2007 wurde sehr viel in die Sicherheit von Eisenbahnkreuzungen investiert. Damals kamen bei Zusammenstößen auf Eisenbahnkreuzungen 31 Menschen ums Leben und 91 wurden verletzt. Die Eisenbahnkreuzungsverordnung (EKVO), die 2012 in Kraft getreten ist, wird die Sicherheit auf Bahnübergängen weiter erhöhen.

Je nach Sichtverhältnissen auf der Kreuzung, Verkehrsaufkommen auf Straße und der gefahrenen Geschwindigkeit auf der Schiene schreibt die EKVO die richtige Sicherungsart vor. Die sichtbarste Auswirkung der Verordnung wird sein, dass viele Eisenbahnkreuzungen, die heute nicht technisch gesichert sind, eine Lichtzeichenanlage bekommen werden.

Jede einzelne Kreuzung wird von der zuständigen Behörde (für die meisten ist das die Landeseisenbahnbehörde, für das hochrangige Schienennetz die Bundeseisenbahnbehörde) überprüft. Die Behörde legt dann die gemäß EKVO notwendige Sicherungsart fest. Bis 2020 wird diese "Generalinventur" der Eisenbahnkreuzungen abgeschlossen sein. Für die Umsetzung gibt es eine Übergangsfrist von 17 Jahren.

EKVO ändert nichts an Kostenteilung

Zur heutigen Kritik von Bürgermeistern aus dem Bezirk Neusiedl ist anzumerken, dass die Eisenbahnkreuzungsverordnung an der Regelung für die Kostenteilung nichts ändert. Wie die Kosten aufgeteilt werden, ist im Eisenbahngesetz geregelt und zwischen den Verantwortlichen für Schiene und Straße frei vereinbar. Nur wenn es keine Einigung gibt, werden die Kosten 50:50 geteilt. Außerdem besteht oft die Möglichkeit, Eisenbahnkreuzungen aufzulassen. (Schluss)

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