SOS Mitmensch: Schwere Versäumnisse des ÖFB im Kampf gegen Homophobie

Kein Zufall, dass Coming-out in Deutschland stattfand

Wien (OTS) - SOS Mitmensch bekräftigt seine Kritik am viel zu laxen Umgang des ÖFB mit Homophobie. Während der Deutsche Fußball-Bund seit Jahren aktiv und von höchster Ebene aus gegen homophobes Mobbing auftritt, fehlt beim ÖFB bisher eine klare Strategie gegen Homophobie im Fußball.

"Es ist kein Zufall, dass das jetzige Coming-out in Deutschland stattgefunden hat. Der DFB hat in den letzten Jahren konsequent und auf allerhöchster Ebene klare Signale gegen Homophobie gesetzt. Sowohl der jetzige DFB-Präsident als auch sein Vorgänger haben homosexuellen Spielern Rückhalt im Falle eines Coming-outs versichert. Es wurde die Zusammenarbeit mit Homosexuellenverbänden gesucht. Die Bestellung eines Trainers, der sich abfällig über Homosexualität äußert. wäre im DFB inzwischen denkunmöglich. Darüber hinaus wurde eine Informationsbroschüre zu Fußball und Homosexualität erarbeitet und an sämtliche deutsche Vereine versendet. Der Österreichische Fußball-Bund hat demgegenüber nichts dergleichen getan. Es wurde auf abwarten und Tee trinken gesetzt - eine grundfalsche Strategie, wenn es um die Bekämpfung von Diskriminierung geht", so Alexander Pollak, Sprecher von SOS Mitmensch.

SOS Mitmensch fordert den ÖFB dazu auf, endlich aktiv Antidiskriminierungsarbeit zu leisten. Alle TrainerInnen und FunktionärInnen müssen auf ihre Eignung überprüft werden, eine klare Antidiskriminierungslinie umzusetzen. Darüber hinaus soll der ÖFB die vom DFB erstellte Informationsbroschüre zu Fußball und Homosexualität für den österreichischen Kontext adaptieren und an alle Verbände und Vereine aussenden. Es ist höchste Zeit, dem Schutz Betroffener oberste Priorität einzuräumen.

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