Schwangere Arbeitnehmerin abgemeldet - AK setzte Weiterbeschäftigung durch

Linz (OTS) - Während der Schwangerschaft wurde das Arbeitsverhältnis einer Linzer Friseurin be-endet. Die Arbeiterkammer setzte vor Gericht die Fortführung des Beschäftigungsver-hältnisses durch.

Als eine schwangere Friseurin aus Linz im Mutterschutz bei der Gebietskrankenkasse das ihr zustehende Wochengeld beantragte, erlebte sie eine schlimme Überraschung. Ihr Arbeitgeber hatte sie wenige Tage zuvor ohne sie zu informieren bei der Gebietskrankenkasse abgemeldet. Auf Nachfrage teilte er ihr mit, der Betrieb sei mittlerweile von einer anderen Firma übernommen worden.

Die Frau wandte sich an die AK Linz um Hilfe. Diese wies den neuen Arbeitgeber schriftlich darauf hin, dass das Arbeitsverhältnis bei einem Betriebsüberganges aufrecht bleibt. Da die-ser nicht reagierte, musste die Arbeiterkammer Klage einbringen.

Erst vor Gericht akzeptierte der neue Eigentümer, dass mit dem Betriebsübergang auch das Arbeitsverhältnis mit der betroffenen Arbeitnehmerin auf seine Firma übergegangen ist. Das Arbeitsverhältnis wurde fortgesetzt und alle Schutzbestimmungen für schwangere Arbeit-nehmerinnen blieben uneingeschränkt aufrecht. Die Frau bekam auch offene Sonderzahlun-gen in Höhe von 213 Euro nachgezahlt.

Rückfragen & Kontakt:

Arbeiterkammer Oberösterreich, Kommunikation
Dr. Walter Sturm
Tel.: 0664/54 55 984
walter.sturm@akooe.at
ooe.arbeiterkammer.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | AKO0001