Stronach/ Steinbichler: Rupprechter übernimmt schweres Erbe

Einheitswerte senken und bei Verwaltung sparen, um Zukunft der Bauern zu retten!

Wien (OTS) - "Mit einem Einsparungsbedarf von 45 Millionen Euro übernimmt der neue Landwirtschaftsminister ein schweres Erbe. Da ist es mit der Auflösung zweier Sektionen nicht getan. Ich rate dem Minister deshalb die geplante Bundeslandwirtschaftskammer zu verhindern", stellt Team Stronach Agrarsprecher Abg. Leo Steinbichler zu den Aussagen von Minister Andrä Rupprechter in der Ö1-Reihe "Im Journal zu Gast" fest. Angesichts der rückläufigen Zahl der landwirtschaftlichen Betriebe bringe diese neue Kammer nur zusätzliche Bürokratie -neben dem Ministerium und den neun Landwirtschaftskammern der Länder - und koste nur Geld, das auf den aktiven Bauernhöfen selbst dringender gebraucht werde.

Der Team Stronach Mandatar verweist auf die Erhöhung der Einheitswerte, die Rupprechters Vorgänger der ohnehin schon "genug geknechteten Bauernschaft" aufgebürdet haben: " Die Erträge sind so mager geworden, dass diese Erhöhung völlig ungerechtfertigt ist!"

Steinbichler findet es gut und richtig, dass Österreich bei der ländlichen Entwicklung Nettoempfänger ist. Allerdings dürfe man nicht vergessen, dass nur 20 Prozent der EU-Ausgleichszahlungen auch tatsächlich auf den Bauernhöfen ankämen. Der Rest "versickere in der Bürokratie und beim schwarzen Bauernbund und seiner Schar an Funktionären und Freunden".

In den letzten 20 Jahren haben 140 000 Betriebe geschlossen, das sei die Bilanz der Politik von Berlakovic, Pröll und Molterer. Steinbichler fordert die Wiedereinführung des Agrardiesels und eine rasche Awicklung der Almflächenproblematik. "Rupprechter muss nun die Fehler seiner Vorgänger berichtigen. Dazu gehört auch, vom Irrweg der Biosprit- und Biogaspolitk wegzukommen, die den Monokulturanbau von Mais und Raps mit den bekannten negativen Folgen fördert", betont Steinbichler.
Er befürwortet die Rückbesinnung auf den Fruchtwechsel und die vom Minister angesprochene Ökologisierung der Landwirtschaft. Steinbichler erklärt: "Ich bin zuversichtlich, dass Rupprechter seine internationale Erfahrung auch dafür einsetzen kann, um die lückenlose Kennzeichung heimischer Lebensmittel umzusetzen". Damit komme man endlich zu einer "fairen Partnerschaft zwischen Konsumenten und Erzeugern".

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