Erster "Kulturmontag" des Jahres am 13. Jänner: Golden Globes, Bundesminister Ostermayer im Interview, Ruzowitzky live im Studio

Außerdem u. a. Cary-Grant-Doku zum 110. Geburtstag des Hollywood-Lieblings

Wien (OTS) - Zum ersten "Kulturmontag" des Jahres bittet Clarissas Stadler am 13. Jänner 2014 um 22.30 Uhr in ORF 2: Dieser präsentiert u. a. die Höhepunkte der dann soeben stattgefundenen Golden-Globes-Verleihung aus Los Angeles, wo u. a. das Formel-1-Drama "Rush" zweifach nominiert ist. Thema ist auch Stefan Ruzowitzkys neuer Kinofilm "Das radikal Böse" - der Oscar-gekrönte Filmemacher und neue Präsident des Österreichischen Filmpreises ist, gemeinsam mit der forensischen Psychiaterin und Gerichtssachverständigen Heidi Kastner, live im Studio. Im ersten großen TV-Interview ist auch der neue Bundesminister Josef Ostermayer zu sehen, der zu brennenden kulturpolitischen Themen Rede und Antwort steht. Außerdem im "Kulturmontag": die Dokumentation "Legenden der Leinwand: Cary Grant" zum 110. Geburtstag des Hollywood-Lieblings.

Die Golden Globes 2014 - Triumphe und Freudentränen

Zum 71. Mal findet in der Nacht vom 12. auf 13. Jänner die Verleihung der Golden Globe Awards statt. Der "Kulturmontag" fasst die Höhepunkte der glamourösen Gala aus Beverly Hills, Los Angeles, brandaktuell zusammen. U. a. könnte Niki Lauda das Rennen machen -oder vielmehr die cineastische Hommage an ihn: Das Formel-1-Drama "Rush" steht hoch im Kurs um einen Golden Globe für den "Besten Film". Keine Chance auf die Trophäe rechnet sich jedoch Hauptdarsteller Daniel Brühl aus, der für seine grandiose Darstellung Laudas skurrilerweise in der Kategorie "Nebendarsteller" nominiert ist. Höchst an der Zeit für einen Preis wäre es für Meryl Streep, die heuer als kettenrauchend-perfide Matriarchin in "Osage County" zum 27. Mal für einen Golden Globe nominiert ist - bisher konnte sie achtmal auch einen mit nach Hause nehmen. Haushohe Favoriten und jeweils in mehreren Kategorien nominiert sind die Mafia-Komödie "American Hustle" und Steve McQueens Sklavendrama "12 Years a Slave".

Wie wird der Mensch zur Bestie? - Stefan Ruzowitzkys neue NS-Doku "Das radikal Böse": Der Filmemacher und die forensische Psychiaterin Heidi Kastner live im Studio

Nach seinem Oscar-Erfolg "Die Fälscher" hat sich der vielfach preisgekrönte Filmemacher Stefan Ruzowitzky in seinem neuen Dokumentarfilm "Das radikal Böse", der mit einem Finanzierungsbeitrag des ORF (Film/Fernseh-Abkommen) entstand, wieder einer NS-Thematik angenommen. Ein vergessenes Kapitel des Holocaust sind die Massenerschießungen von rund zwei Millionen Menschen an der Ostfront durch die Hand gewöhnlicher Wehrmachtssoldaten - lange noch bevor die "industrielle" Ermordung der Juden in den Gaskammern folgte. Genozid in "Handarbeit", sozusagen. Doch: Wie wird der Mensch zur Bestie? ist die zentrale Frage von Ruzowitzkys Film.
Während der Nürnberger Prozesse wurden an den Tätern psychologische Tests durchgeführt. Der eigentlich erschreckende Befund: Sie waren allesamt im klinischen Sinne "normal", keineswegs unkontrollierbare Psychopathen. Mittels Originalzitaten der Täter aus Prozessen und Briefen sowie aus Experteninterviews mit einem Psychiater, einem Historiker, einem Priester und Militärpsychologen wird die Banalität des Bösen fassbar. Indoktrinierung, Gruppendruck und Feigheit lassen die Tötungshemmung schwinden und mit ihr jeden Gewissensdruck. Der "Kulturmontag" stellt die Dokumentation vor. Regisseur Stefan Ruzowitzky und die forensische Psychiaterin Heidi Kastner sind live zu Gast im Studio.

Mehr von Stefan Ruzowitzky im ORF: Anlässlich des Kinostarts von "Das radikal Böse" (am 17. Jänner) gibt der Filmemacher am Mittwoch, dem 15. Jänner, in "FM4 Connected" (15.00 bis 19.00 Uhr) ein Radiointerview. Am Donnerstag, dem 16. Jänner, um 16.40 Uhr ist er im Rahmen von "Synchron - das Filmmagazin" im Ö1-Interview zu hören.

Josef Ostermayer - Der neue Minister im Interview

Er sitzt an den zentralen Hebeln der Macht: Kanzleramtsminister Josef Ostermayer. Der SPÖ-Politiker ist engster Berater von Bundeskanzler Werner Faymann, koordiniert dessen Regierungsarbeit und ist als Kanzleramtsminister zuständig für Medien, Beamte, Kunst und Kultur. Ob bei diesem Riesenjob noch viel Zeit für die Agenden Kunst und Kultur bleibt, die der studierte Jurist offiziell am 28. Jänner übernehmen wird? Dem "Kulturmontag" gibt der neue Kulturminister sein erstes großes Fernsehinterview: Wird er das knappe Kulturbudget erhöhen können? Ist sozialdemokratische Kulturpolitik Ideologiepolitik, wie SPÖ Kulturstadträtin Ursula Pasterk einst formulierte? Welchen Spielraum hat Kulturpolitik angesichts der vielen Sparbudgets überhaupt noch? Gibt es noch Raum für Visionen oder geht es um das Verwalten immer größer werdender Finanzmängel? Über diese Fragen und aktuelle kulturpolitische Themen wie die Führungskrise am Wiener Burgtheater steht Josef Ostermayer Rede und Antwort.

Der "Kulturmontag" ist als Live-Stream und nach der TV-Ausstrahlung sieben Tage auf der Video-Plattform ORF-TVthek (http://TVthek.ORF.at) als Video-on-Demand abrufbar.

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