Musiol: Deutliche Erhöhung der Familienbeihilfe gefordert

Grüne: Mittel für Ausbau der Kinderbetreung braucht Fokus auf Qualität

Wien (OTS) - Die Ankündigung Karmasins, die Bundesmittel für den weiteren Ausbau der Kinderbetreuung künftig nicht mehr an strenge Qualitätskriterien knüpfen zu wollen, hält Daniela Musiol, Familiensprecherin der Grünen, für eine gefährliche Drohung für den elementaren Bildungsbereich. "Die Bemühungen der Regierung müssen in Richtung bundeseinheitliche Regelungen für Öffnungszeiten, Gruppengröße und PädagogInnen-Kind-Schlüssel gehen. 350 Mio Euro an strenge Qualitätskriterien zu knüpfen, wäre ein Schritt in die richtige Richtung gewesen," meint Musiol. Qualität müsse neben dem laufenden Ausbau absolute Priorität haben. "Denn es ist nicht einzusehen, dass die Bildungschancen eines Kindes von der Postleitzahl abhängen."

Ministerin Karmasin übt sich noch vor der ersten Konfrontation mit den Ländern in vorauseilendem Gehorsam. "Dass wir in der neuen Ministerin keine Mitstreiterin für bessere Qualität in der frühen Bildung haben, ist enttäuschend. Ebenso entlarvend ist, dass das zweite verpflichtende Kindergartenjahr auf eine "budgetäre Frage" reduziert wird."

Seit zehn Jahren ist die Höhe der Familienbeihilfe unverändert. Der Wertverlust liegt bei rund 30 Prozent. Musiol: "Viele Familien wissen nicht mehr, wie sie ihre alltäglichen Ausgaben bestreiten sollen. Kinder dürfen nicht zur Frage der Leistbarkeit werden. Eine laufende Inflationsanpassung ist ebenso notwendig, wie eine ordentliche Erhöhung der Familienbeihilfe. Es darf also nicht ,entweder oder', sondern es muss ,sowohl als auch' heißen."

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