Pacher: Wirtschaft lehnt Belastungen ab

In der momentanen gesamtwirtschaftlichen Situation sei es unklug, die Wirtschaft weiter zur Kasse zu bitten, stellt der WK-Präsident klar.

Klagenfurt (OTS) - Eine laute Absage zu den Steuerplänen der Bundesregierung kommt heute aus Kärnten: Wirtschaftskammerpräsident Franz Pacher weist jede weitere steuerliche Belastung der Unternehmer zurück. Er hält an der angekündigten "Entfesselung" der Wirtschaft fest und nimmt die Bundespolitik beim Wort: "Die Unternehmer dieses Landes sollen keinen Cent zusätzlich dazu beitragen müssen, dass die österreichische Politik auf Bundes- wie auch auf Landesebene reformresistent und nicht in der Lage ist, mit den schon jetzt enormen Steuerleistungen der Unternehmen das Auslangen zu finden."

Der aktuelle Höchststand der Arbeitslosigkeit in Österreich und Kärnten zeige eindeutig, dass die Wirtschaft nicht weitere Bürden, sondern Entlastung und neue Handlungsspielräume dringend nötig habe. Pacher: "Ich erinnere die Politik daran, dass ausschließlich Unternehmer neue, produktive Arbeitsplätze schaffen können, die zum Wohlstand der Bevölkerung und einem funktionierenden Gemeinwesen beitragen." Statt unaufhörlich über neue Einnahmenmöglichkeiten des Staates nachzudenken, sei die Politik dringend aufgefordert, Einsparungsmöglichkeiten bei den horrenden Ausgaben des Staates zu finden. "Allein seitens des Rechnungshofs liegen seit 2011 nicht weniger als 599 Einsparungsvorschläge für die Republik auf dem Tisch, wobei mit Sicherheit die wenigsten umgesetzt worden sind. Die Unternehmer haben es - nicht nur in Kärnten - satt, die immer schlimmer werdende Ineffizienz der Verwaltung mit immer höheren Steuern und Abgaben bezahlen zu müssen."

Pacher erinnerte in diesem Zusammenhang daran, dass es der Wirtschaftskammer in schwierigen Zeiten dennoch gelungen sei, 200 Mio. Euro für Offensivmaßnahmen in den Jahren 2014/2015 als Sanierungsbonus loszueisen, Crowdfunding- und Bürgerbeteiligungsmodelle einzubringen, Arbeitszeiten zu flexibilisieren, den Faktor Arbeit zu entlasten, Lohnnebenkosten zu senken, Bürokratie abzubauen, die Zahl der "Beauftragten" in Unternehmen zu reduzieren, Arbeitszeitaufzeichnungen zu erleichtern, die Steuererklärung zu vereinfachen, die heftig kritisierte Auflösungsabgabe abzuschaffen und den jetzt diskutierten Gewinnfreibetrag im Wesentlichen zu erhalten. "Außerdem konnten wir ökonomische Selbstmordattentate der Politik durch Vermögens-, Erbschafts- und Schenkungssteuern etc. verhindern. Dennoch: Wer der Wirtschaft die Möglichkeit nimmt, Arbeit zu schaffen, schaufelt sich politisch und wirtschaftlich sein eigenes Grab", mahnte Pacher.

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