ÖAMTC: Autofahrer mit jährlich 280 Millionen Euro Hauptleidtragende des Belastungspaketes

Autofahren ist kein Laster, sondern für viele lebensnotwendig - Belastungsstopp jetzt!

Wien (OTS) - "Und wieder einmal soll das österreichische Budget auf dem Rücken der Autofahrer saniert werden", ärgert sich der Chef der ÖAMTC-Interessenvertretung, Bernhard Wiesinger. Die gestern, Donnerstag, den 9. Jänner, seitens der Regierung zur Begutachtung versandten Gesetzesnovellen machen deutlich, dass in den nächsten Jahren rund 280 Millionen Euro jährlich an zusätzlichen Belastungen auf die heimischen Autofahrer zukommen. "Das ist mit einem Viertel eindeutig der größte Brocken des neuen Belastungspaketes. Wenn auch sonst vieles zu wünschen übrig lässt, der 'Autofahrer-Schröpfreflex' der österreichischen Bundesregierung funktioniert. Beispielsweise kommt der Ankauf eines neuen Familiy-Vans ab März um rund 600 Euro teurer", kommentiert Wiesinger.

Die Berechnung der NoVA wurde zwar vereinfacht, ab März wird aber das neue Berechnungsmodell für ein Plus von 50 Millionen Euro jährlich im Bundesbudget sorgen. Die höchsten Mehreinnahmen holt sich der Finanzminister mit 230 Millionen aus der motorbezogenen Versicherungssteuer. "Das ist besonders ärgerlich, weil die Fahrzeughalter dieser Steuererhöhung - anders als bei einem Neuankauf und der NoVA - nicht entgehen können. Und trotz gegenteiliger Versprechungen der Spitzenkandidaten der Regierungsparteien vor der Wahl ist das eine klare Erhöhung einer Massensteuer", kommentiert Wiesinger.

Bereits 30 Prozent eines Durchschnittseinkommens für Autokosten

Laut Statistik Austria betrug 2012 das österreichische Durchschnittseinkommen 20.596 Euro. Die jährlichen Kosten für ein übliches Familienauto (Skoda Oktavia Kombi) betragen inklusive Wertverlust laut Autoinfo des ÖAMTC 6.401 Euro. "Damit gibt der Durchschnittsösterreicher mehr als 30 Prozent seines Einkommens für das Auto aus. Zudem sind laut Pkw-Index die Kosten für das Autofahren seit dem Jahr 2000 um über 20 Prozent stärker angestiegen, als die Kosten der allgemeinen Lebenshaltung", rechnet Wiesinger vor. Dem Club stößt besonders sauer auf, dass Autofahren im selben Atemzug wie Sekttrinken oder Zigarettenrauchen genannt wird. Wiesinger:
"Autofahren ist kein Laster, sondern für die absolute Mehrheit der 4,6 Millionen österreichischen Pkw-Besitzer eine tägliche Notwendigkeit, um zu ihrem Arbeitsplatz zu kommen oder ihren Alltag zu bewältigen. Wer das nicht erkennt, hat den Bezug zur Realität seiner Wähler verloren. Wir fordern daher von der Bundesregierung die Rücknahme der geplanten Steuererhöhungen für den Individualverkehr und einen Belastungsstopp für Autofahrer."

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