SOS-Kinderdorf in Haiti - vier Jahre nach dem Beben.

Neues Zuhause für 140 Kinder im dritten SOS-Kinderdorf, Bildung für Tausende Schüler in sechs neuen Schulen und Unterstützung für viele Familien in zahlreichen Sozialzentren.

Innsbruck/Wien (OTS) - Vier Jahre nach dem verheerenden Erdbeben mit 220.000 Toten und über einer Million Obdachloser hat Haiti sich immer noch nicht erholt: Trotz Bemühungen der haitianischen Regierung und der Hilfsorganisationen leben immer noch rund 279.000 Menschen in 352 Obdachlosen-Camps. Auch die politische Lage ist instabil. Tausende gehen in Port-au-Prince und anderen Städten immer wieder auf die Straße, um gegen Korruption und steigende Lebenskosten zu protestieren und den Rücktritt von Präsident Martelly zu fordern. (Quelle: UNO, OCHA, NZZ). In dieser Situation wollen die SOS-Kinderdörfer weiterhin Schutz und Kontinuität für die Menschen in Haiti garantieren.

Das dritte SOS-Kinderdorf öffnet bald seine Tore

Die stabil gebauten SOS-Kinderdörfer hatten das Beben fast unbeschadet überstanden. 150 Kinder wurden zusätzlich im SOS-Kinderdorf Santo nahe Port-au-Prince aufgenommen, man mietete sechs Häuser an, um alle unterzubringen. Heute gibt es neben den zwei SOS-Kinderdörfern in Santo und Cap Haitien bald ein drittes in Les Cayes im Süden. Im Juni 2014 soll es eröffnet werden und 140 Kindern neues Zuhause sein. Auf dem Gelände des SOS-Kinderdorfes in Santo werden außerdem bis Ende Juni 2014 ein neuer Spielplatz und ein Basketballfeld mit Tribünen entstehen. Im Juli 2014 soll dann die Renovierung der 19 in die Jahre gekommenen Familienhäuser des Kinderdorfes beginnen.

Zugang zu qualitativer Bildung durch sechs neue Schulen

Das unzureichende Bildungssystem in Haiti hatte sich durch die Katastrophe dramatisch verschärft, rund 80 Prozent der Schulen in Port-au-Prince waren beschädigt oder zerstört. Die SOS-Kinderdörfer reagierten darauf mit dem Neubau zweier SOS-Hermann-Gmeiner-Schulen und dem Wiederaufbau von vier stark beschädigten öffentlichen Schulen. Die neue Hermann-Gmeiner-Schule in Santo für 1.300 Schüler wurde im Herbst 2012 eröffnet. Die zweite entstand in Les Cayes. Seit Oktober 2013 wurden dort zunächst 280 Schüler unterrichtet, insgesamt werden in den 12 Klassenräumen 420 Schüler Platz finden. Die Hermann-Gmeiner-Schule in Cap Haitien, die es seit 1989 gibt, besuchen zurzeit 865 Schüler.

Effektive Hilfe für bedürftige Kinder und deren Familien

Nach dem Beben gelang es den SOS-Mitarbeitern, an über 100 Standorten in Port-au-Prince Nothilfe zu leisten. Zunächst ging es um die Grundversorgung der Menschen, später kamen Bildungsangebote und psychologische Begleitung dazu. Man half den Familien, wieder Fuß zu fassen und sich selbst eine neue Existenz aufzubauen. Vieler dieser ersten Nothilfezentren gingen im Laufe der Zeit in fixe Standorte für die SOS-Familienhilfe über. Derzeit aktuell sind das 26 Gemeindezentren in Santo für über 2.000 Kinder und Familien und 16 Gemeindezentren in Cap Haitien für über 1.000 Kinder und Familien.

SOS-Einrichtungen in Haiti

In den zwei bestehenden SOS-Kinderdörfern in Haiti haben über 400 Kinder ein Zuhause. Das dritte SOS-Kinderdorf in Les Cayes wird ab Juni 2014 weitere 140 Kinder beheimaten. In vier SOS-Jugendeinrichtungen in Santo und Cap Haitien werden über 200 Jugendliche betreut. Die drei Hermann-Gmeiner-Schulen besuchen rund 2.900 Schüler, 400 junge Erwachsene absolvieren im SOS-Berufsbildungszentrum in Cap Haitien eine Ausbildung. Durch die SOS-Sozialzentren werden rund 3.500 Familien unterstützt.

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