Steinhauser an Strache: FPÖ soll Burschenschafterball absagen

Nach Appell von Holocaust-Überlebenden - Nagelprobe für die FPÖ

Wien (OTS) - "Nach dem Appell von Holocaust-Überlebenden, den Akademikerball abzusagen, ist die FPÖ gefordert. Strache muss entscheiden, ob er weiter den blauen Schutzmantel über die rechtsextremen deutschnationalen Burschenschaften breitet", meint der grüne Nationalratsabgeordnete Albert Steinhauser.

"Strache, der es selbst nie in eine akademische Burschenschaft geschafft hat, sollte sich in dieser Frage nicht weiter von den rechtsextremen Kadern, wie den politisch erfolglosen FP-Landtagsabgeordneten Wolfgang Jung treiben lassen, sondern eine klare Abgrenzung finden," betont Steinhauser. Auch wenn grundsätzlich davon auszugehen ist, dass sich das Problem wegen des massiven Publikumsschwunds des Balles ohnehin selbst erledigen wird, sieht Steinhauser eine Nagelprobe für die FPÖ ob sie eine Trennlinie zum Rechtsextremismus ziehen kann.

Gestern haben sechs Holocaust-Überlebende einen offenen Brief veröffentlicht, in dem sie von der Hofburg Betriebsges.m.b.H., dem Bundespräsidenten, Bundes- und Vizekanzler sowie dem Wirtschaftsminister eine Absage des sogenannten "Akademikerball" fordern. Der Akademikerball wird von der FPÖ Wien ausgerichtet und gilt als Vernetzungsstreffen diverser rechtsextremer Parteien und Organisationen in Europa. Er ist die Nachfolgeveranstaltung des Balles des Wiener Korporationsrings, der nach starken antifaschistischen Protesten nicht mehr unter diesem Titel stattfinden konnte.

Rückfragen & Kontakt:

Grüner Klub im Parlament
Tel.: +43-1 40110-6697
presse@gruene.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | FMB0003