ORF III zum 125. Jahrestag des Hainfelder Programms: Überarbeitete Gatterer-Doku "Viktor Adler - Vater der Sozialdemokratie"

Am 11. Jänner um 23.05 Uhr in ORF 2

Wien (OTS) - Vor 125 Jahren, im Jänner 1889, wurde das Hainfelder Programm verabschiedet, das den Grundstein für die heutige SPÖ bildete. Anlässlich dieses Gründungsjubiläums porträtiert ORF III am Samstag, dem 11. Jänner 2014, um 23.05 Uhr, mit Viktor Adler den Verfasser des Programms und Vater der österreichischen Sozialdemokratie. Die Dokumentation "Viktor Adler - Vater der Sozialdemokratie" des vielfach preisgekrönten ORF-Journalisten Claus Gatterer aus dem Jahr 1978 wurde von ORF III Kultur und Information mit Unterstützung des Historikers Prof. Oliver Rathkolb umfassend überarbeitet und auf den neuesten Stand gebracht. Experten und Zeitzeugen wie Manfred Ackermann, Veteran beider Weltkriege und Mitglied der Sozialdemokratischen Bewegung Österreichs seit 1916, oder Leopold Grünwald erzählen und kommentieren die Begebenheiten rund um diese große Gestalt der österreichischen Demokratie. Gedreht wurde an Originalschauplätzen.

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Vor 125 Jahren entstand die SPÖ in einer kleinen Gemeinde in Niederösterreich. Es war eine Zeit der Umbrüche, die Habsburgermonarchie ging langsam ihrem Ende zu, Karl Marx hatte mit seinen Schriften eine umfassende Theorie zur Arbeiterbewegung und zum Kommunismus in den europäischen Raum gebracht. Zum Jahreswechsel 1888/89 fand im niederösterreichischen Hainfeld der Einigungsparteitag der Sozialdemokratischen Arbeiterpartei Österreichs statt, aus der später die SPÖ entstand. Dr. Viktor Adler, Armenarzt, Journalist und Begründer der österreichischen Arbeiterpartei, hatte das Programm ausgearbeitet, das durch seine geschickten Formulierungen die schwierige Aufgabe meisterte, sowohl den radikalen als auch den reformistischen Parteiflügel zu einer Einheit zu verbinden.

Die rund 60-minütige Dokumentation "Viktor Adler - Vater der Sozialdemokratie" zeigt den Werdegang des stotternden jüdischen Schülers einer katholischen Schule Wiens bis zum charismatischen Redner, der tosenden Applaus für seine Ansprachen erntete - ein ereignisreiches Leben in einer ereignisreichen Zeit. Viktor Adler wurde für seine Berichterstattung über die Arbeiterstreiks acht Monate lang inhaftiert, durchlebte den Ersten Weltkrieg, musste zusehen, wie sein Sohn zu lebenslanger Haft verurteilt wurde, nachdem er den österreichischen Ministerpräsidenten Karl Graf Stürgkh in einem politisch motivierten Attentat erschossen hatte. Viktor Adler, später erster Außenminister der Republik Österreich, starb am 11. November 1918, einen Tag vor der Ausrufung der Republik, an deren Entstehung er maßgeblich mitgearbeitet hatte.

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