Wir sind selber schuld...

Politik ist auch eine Holschuld der Bürger - aber fast keiner wagt es mehr, den Bürgern das auch zu sagen

Wien (OTS) - Natürlich bekommen wir die Politiker - und die Politik, die wir verdienen. Die Unzufriedenheit der Europäer, mehr noch der Österreicher, nimmt ständig zu. Doch ist der Ruf der Politiker einmal ruiniert, lebt es sich (für diese) gänzlich ungeniert: es ist dann "auch schon egal"... Das heißt, dass wir der Politik durch unsere Unzufriedenheit geradezu einen Freibrief geben, weiter zu machen wie bisher. Weil es ja scheinbar ohnehin kaum schlechter werden kann. (Doch das ist leider falsch: es kann noch viel schlechter werden!)

Die Unzufriedenheit ist eine starke Energie. Wenn wir sie nützen, kann sie viel bewirken. Doch sie müsste gebündelt - und auf vernünftige, sinnvolle Ziele gerichtet werden. Auf Ziele, die man auch wirklich erreichen kann. Schimpfen, Meckern und Jammern hilft sicher nicht. Die Bürger müssten sich besser informieren, mehr mit den Politikern kommunizieren und stärker direkt am Geschehen partizipieren. Damit die Politik merkt, dass es den Bürgen nicht mehr egal ist, was "die da oben" tun!

Bürger sollten außerdem zumindest prinzipiell dazu bereit sein, auch selbst für Ämter zu kandidieren. Nur so kann die Politik wieder einen besseren Ruf bekommen. Vor allem die Parteien haben ja einen sehr schlechten Ruf - nicht zu Unrecht - aber man braucht Parteien, um Politik zu machen. (Sie sollten allerdings nicht so reich und mächtig sein, wie das derzeit in Österreich der Fall ist. Stattdessen könnten die einzelnen Mandatare aufgewertet werden: vor allem dadurch, dass man jeden einzelnen von ihnen direkt und persönlich wählt! Denn dadurch würden letztlich auch die Wähler aufgewertet. Weil Politiker dann eher Stellvertreter und Anwälte ihrer Wähler wären - statt, wie derzeit, Parteienvertreter.)

Es liegt also ganz wesentlich an uns: wollen wir weiter nur unzufrieden sein - uns letztlich aber dem Status Quo unterwerfen? Oder lieber selbst aktiv werden? Und sogar wenn man der Meinung ist, dass die Politiker eigentlich eine Bringschuld hätten, gegenüber ihren Wählern: was hilft es, wenn sie sie dann doch nicht einlösen?

Statt zu schmollen, wäre es sicher besser, sich zu informieren, zu artikulieren - und notfalls selbst die Initiative zu ergreifen. (Statt sich durch schöne Reden benebeln, durch Wahlzuckerln bestechen oder gar durch Drohungen beeindrucken zu lassen...)

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