Sicherheit von NFC-Bankomatkarten

Wien (OTS) - Anlässlich aktueller Medienberichte zur Nutzung von NFC-Bankomatkarten nimmt die Payment Services Austria (PSA), die für die Abwicklung der Bankomatkartentransaktionen in Österreich zuständig ist, wie folgt Stellung:

- Es ist nicht möglich, den Chip der Bankomatkarte - unabhängig davon, ob mit oder ohne NFC-Funktionalität - zu duplizieren. Die Erfahrungswerte in anderen Ländern zeigen, dass kein erhöhtes Sicherheitsrisiko bei Karten mit NFC-Technologie festgestellt wurde. In die internationale Bezahlwelt hat die NFC-Technologie schon vor mehr als 10 Jahren Einzug gehalten, insbesondere zur Zahlung von Kleinbeträgen, und ist bereits in mehr als 50 Ländern im Einsatz. Nun kann auch mit der Maestro Bankomatkarte weltweit überall dort, wo PayPass akzeptiert wird, kontaktlos bezahlt werden.

- PSA ist kein Fall bekannt, dass missbräuchliche Abbuchungen in der Praxis über große Distanzen erfolgreich vorgenommen wurden. Laborsituationen werden in regelmäßigen Abständen von wissenschaftlichen Einrichtungen und Hochschulen zu Forschungszwecken simuliert, entsprechen aber nicht dem realen Bezahlumfeld im Alltag.

- Es werden keine personenbezogenen bzw. sicherheitsrelevanten Daten gespeichert, d.h. vor allem keine Namen, kein PIN-Code und keine Informationen über die Ware. Somit können auch keine Transaktionen durch Dritte durchgeführt werden.

- Seit der Einführung der NFC-fähigen Bankomatkarten in Österreich ab April 2013 wurden bis heute bereits über 1 Million Kontaktlos-Transaktionen erfolgreich verarbeitet.

Dazu Rainer Schamberger, Vorsitzender der Geschäftsführung von Payment Services Austria (PSA):
"Bei der Entwicklung der Bankomatkarten für die österreichischen Banken verwenden wir ausschließlich die von großen Kartenunternehmen wie MasterCard und VISA zertifizierten und für den Einsatz freigegebenen Chip-Plattformen. Kontaktlose Transaktionen sind damit genauso sicher wie kontaktbehaftete Transaktionen und vor allem sicherer als Bargeld."

Zahlen, Daten und Fakten zur PSA (Vergleich 2012/2013)

  • Die aktuelle Anzahl der Geldausgabegeräte in Österreich beträgt 8.260.
  • Die Zahl der ausgegebenen Bankomatkarten erhöhte sich um 3,5 % von rund 8,6 Millionen auf rund 8,9 Millionen Karten.
  • Insgesamt wurden 2013 rund 536 Millionen Transaktionen an Bankomaten und mit Bankomatkarten durchgeführt (+5,7 % gegenüber 2012). Davon entfallen 145 Millionen auf Abhebungen mit österreichischen Bankomatkarten im In- und Ausland und 391 Millionen auf POS-Transaktionen (Bezahlvorgänge mit Bankomatkarte an Bankomatkassen). Rein rechnerisch wurden 2013 also pro Tag rund 1,5 Millionen Transaktionen getätigt.
  • Wertmäßig beträgt das Volumen der insgesamt rund 537 Millionen Transaktionen knapp 37,5 Milliarden Euro. Das sind um 3,6 % mehr als 2012 (36,2 Milliarden Euro).

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Payment Services Austria GmbH
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E-Mail: martina.nadler@psa.at
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