ORF-Premiere für "Burning Bush - Die Helden von Prag" ab 10. Jänner in ORF 2

"Universum History" mit einem Zweiteiler über die Selbstverbrennung des Jan Palach

Wien (OTS) - 45 Jahre sind seit der Selbstverbrennung des tschechoslowakischen Studenten Jan Palach vergangen - sein Eintreten für ein Leben in Freiheit aber bleibt unvergessen. Die ORF-Premiere des Zweiteilers "Burning Bush - Die Helden von Prag" erzählt am 10. und 17. Jänner (jeweils Freitag um 22.40 Uhr im Rahmen von "Universum History" in ORF 2) die wahre Geschichte um die Ereignisse in Prag nach dem spektakulären Selbstmord des tschechischen Studenten Jan Palach, der sich 1969 aus Protest gegen die totalitären Maßnahmen der Sowjetunion verbrannte. Im Mittelpunkt steht die mutige Anwältin Dagmar Buresová, die den juristischen Kampf gegen das die Tat verleugnende Regime aufnimmt. In den Hauptrollen sind unter der Regie von Oscar-Nominee Agnieszka Holland in diesem Zweiteiler u. a. Tatiana Pauhofová, Jaroslava Pokorná, Petr Stach und Jan Budar zu sehen. Detailliert und akribisch zeichnet der Zweiteiler die historischen Ereignisse nach und widmet sich sowohl dem privaten wie zeitgeschichtlichen Aspekt rund um Palachs politisch motivierten Freitod. "Burning Bush - Die Helden von Prag" ist am 13. (15.55 Uhr) und 20. (15.35 Uhr) Jänner auch in ORF III zu sehen.

Regisseurin Agnieszka Holland über den "Widerstand gegen das Böse"

In der Zeit des Prager Frühlings und nach dem Einmarsch der Truppen hat Regisseurin Agnieszka Holland an der Prager Filmakademie studiert - und war auch aktiv an den Protesten beteiligt. Holland über die Kernaussage des Zweiteilers: "Der Film zeigt uns, dass das Schicksal von Menschen und Ländern kompliziert ist und uns mit unmöglichen Wahlmöglichkeiten konfrontiert. Mein Ziel ist es jedenfalls nicht, jemandem irgendwelche Ideale aufzuzwingen. Das Wichtigste ist, dem Publikum eine starke und glaubwürdige Erfahrung zu liefern." Was die Selbstverbrennung des Jan Palach für Holland persönlich bedeutet? "Den Widerstand gegen das Böse. Das Ablehnen des Scheiterns. Den Glauben in die Macht des Einzelnen, auch wenn dieser mit dem eigenen Leben zu bezahlen ist. Menschlichkeit braucht Taten wie diese, auch wenn das nicht unmittelbar zu begreifen ist."

Mehr zu den Inhalten

Teil eins (Freitag, 10. Jänner, 22.40 Uhr, ORF 2)

Am 16. Jänner 1969, fast fünf Monate nach dem Einmarsch von Warschauer Truppen in Prag, setzt der Geschichtsstudent Jan Palach am Wenzelsplatz ein Zeichen radikalen Widerstands. Aus Protest über die blutig niedergeschlagene Demokratiebewegung in seinem Land verbrennt sich Palach selbst. Seine Heldentat bringt das totalitäre Regime in Zugzwang. Unruhen drohen auszubrechen. Um Nachahmer abzuschrecken, versuchen die Machthaber, Palachs Motive zu verschleiern. Doch die Mutter des scheuen Rebellen (Jaroslava Pokorná) ist nicht bereit, die Diffamierung ihres sterbenden Sohnes widerstandslos hinzunehmen.

Teil zwei (Freitag, 17. Jänner, 22.40 Uhr, ORF 2)

Auf Bitte von Jan Palachs Mutter bereitet Junganwältin Dagmar Buresová (Tatiana Pauhofová) eine Anklage wegen gezielter Verleumdung vor. Die Schwierigkeiten sind zahlreich. Aus Angst vor Repressalien verweigern potenzielle Zeugen die Aussage. Mit erpresserischen Methoden wird Buresovás Chef Dr. Charouz (Adrian Jastraban) gezwungen, seine Mitarbeiterin zu bespitzeln, und Buresovás Mann droht der Jobverlust. Zugleich lässt der Geheimdienst nichts unversucht, Palachs leidgeprüfte Familie einzuschüchtern, damit diese von einer Klage ablässt.

Rückfragen & Kontakt:

http://presse.ORF.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NRF0003