Schreuder: Faymann soll Olympia-Reise absagen

Die Grünen Andersrum fordern Ende der Ignoranz bei Menschenrechtsfragen

Wien (OTS) - Die Entscheidungen von hohen Repräsentanten Österreichs - von Bundeskanzler bis Sportminister -, die eine Reise zu den olympischen Winterspielen von hohen Repräsentanten der Republik erwägen, sind angesichts der Menschenrechtssituation in Russland unverständlich.

Für Bundesrat Marco Schreuder, Bundessprecher der Grünen Andersrum, ist das ein verheerendes Signal: "Damit richtet Österreich dem russischen Präsidenten aus, dass eh alles so weiter gehen kann wie bisher, egal wie sehr Russland die Menschenrechte, insbesondere von Lesben und Schwule, missachtet. Dass die österreichische Außenpolitik nur noch Wirtschaftsinteressen vertritt, aber keine Menschenrechtsfragen mehr im Fokus hat, ist ein verheerender Zustand".

Schreuder fordert daher Bundeskanzler Werner Faymann auf die Sotschi-Reise unverzüglich abzusagen. "Hätte er den Mut in die Offensive zu gehen, indem er etwa russische Lesben-, Schwulen- und Transgender-Organisationen trifft oder österreichische Initiativen mitnehmen würde, wäre das etwas anderes. Aber da ihm dieser Mut fehlt bleibt nur eine sofortige Absage der Sotschi-Reise zu verlangen", sagt Schreuder, der jedoch auch betont, dass es sich nur um einen politischen, nicht jedoch um einen sportlichen Boykott handeln sollte.

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