Austrian Whisky Association verlangt richtiges Augenmaß bei Erhöhung der Alkoholsteuer

Die Vertretung der heimischen Whiskyproduzenten befürchtet finanzielle Mehrbelastungen durch überstürzte Steuererhöhungen

Wien (OTS/PWK004) - Die Austrian Whisky Association (AWA), die Vertretung der heimischen Whiskyproduzenten, warnt vor einem Schnellschuss bei der Erhöhung der Alkoholsteuer. Denn davon sind vor allem Edelbrandproduzenten mit Steuerlagern betroffen. In Österreich lagern derzeit tausende Liter Alkohol hinter verschlossenen Türen -in sogenannten Steuerlagern. Eine steuerrechtliche Regelung, die es den Produzenten ermöglicht, den Zeitraum der Alkohollagerung zu überbrücken, bis das Endprodukt verkauft werden kann (Lagerung unter Aussetzung der Steuer*). Dies gewährleistet nicht nur einen wirtschaftlichen Umgang mit den Erzeugnissen, sondern ist auch die einzig finanziell tragbare Regelung für die Destillerien.
"Die Situation muss realistisch eingeschätzt werden. Die Whiskyproduktion ist mit hohen Vorfinanzierungskosten verbunden, durch teure Holzfässer, Energiekosten und nicht zuletzt hohe Versicherungssummen für die Lager. Die Produktion wird durch Stundung der Steuer erst möglich. Andernfalls könnte es sich niemand leisten Whisky zu produzieren - ein Wirtschaftsfaktor der Zukunft der nicht zu unterschätzen ist", betont Jasmin Haider, Vorsitzende der AWA.

Enormer finanzieller Mehraufwand
Die bestehenden Steuerlager wurden mit den aktuellen Steuersätzen angelegt und die Herstellungskosten entsprechend kalkuliert. Eine Erhöhung der Alkoholsteuer um 20 Prozent, wie von der Regierung gefordert, würde einen enormen finanziellen Mehraufwand bedeuten. Eine vorzeitige Entnahme aus dem Steuerlager zieht die Vorauszahlung der Steuer nach sich, was für viele Betriebe eine Zahlung von mehreren Hunderttausenden Euro heißen würde.
"Das zarte Pflänzchen der Whiskykultur in Österreich sollte nicht durch übereilte Steuererhöhungen und unüberlegte finanzielle Mehrbelastung im Keim erstickt werden", so Haider. "Die finanzielle Mehrbelastung darf nicht auf dem Rücken einzelner Produktgruppen ausgetragen werden, während andere Segmente der Alkoholproduktion, wie Wein, Bier oder Most, außer Acht gelassen werden." (KR)

* Eine Aussetzung der Steuer muss angemeldet werden und wird von den zuständigen Stellen schriftlich genau dokumentiert. Damit binden sich die Produzenten, die angeführte Menge an Alkohol zu versteuern, wenn dieser in den Verkauf gelangt. Dieser Verwaltungsapparat bedeutet für die einzelnen Betriebe eine genaue Kalkulation und eine vorausschauende Einschätzung der betrieblichen Entwicklungen.

Rückfragen & Kontakt:

Mag. Jasmin Haider
Austrian Whisky Association - Verein der österreichischen Whiskyproduzenten
www.austrian-whisky.at
office@austrian-whisky.at

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