Mikl-Leitner: "Tempo bei der Evaluierung der Neuen Mittelschulen erhöhen"

Wien, 8. Jänner 2014 (OTS) Die Umstellung aller österreichischen Hauptschulen in Neue Mittelschulen (NMS) ist eine der größten bildungspolitischen Reformen der Zweiten Republik. Die Regierung bekennt sich zum Erhalt des Gymnasiums und dem Ausbau der Neuen Mittelschule. Beim weiteren Ausbau der Neuen Mittelschulen müssen aber auch die Kritikpunkte des Rechnungshofberichts ernst genommen, als auch die Evaluierung vorangetrieben und Erkenntnisse daraus umgesetzt werden. ****

"Der Einsatz von Fördermitteln für die Schülerinnen und Schüler der Neuen Mittelschule muss verbessert werden", sagt ÖAAB-Bundesobfrau Johanna Mikl-Leitner. "Derzeit werden pro Schülerin und Schüler pro Schuljahr in der Neuen Mittelschule 7.200 Euro ausgegeben, im Vergleich dazu sind es in der AHS-Unterstufe nur 4.700 Euro. Vor allem die zusätzlichen sechs Stunden, die den Neuen Mittelschulen pro Klasse zur Verfügung stehen, sollen optimal eingesetzt werden, insbesondere dort, wo es Kinder mit Förderbedarf wie z.B. Kinder mit Lernschwächen, Kinder mit Migrationshintergrund, usw. gibt."

Das heißt, die neuen Unterrichtsformen wie offene Lerngruppen und Teamteaching, die zur stärkeren Individualisierung und Differenzierung der Schülerinnen und Schüler beitragen, müssen verstärkt und zielgerichtet eingesetzt werden. "Unsere Kinder haben ein Recht darauf, dass sie entsprechend ihrer Begabungen,
Interessen und individuellen Leistungsfähigkeit unterrichtet werden." Mikl-Leitner unterstreicht auch die Wichtigkeit der Frühförderung in Kindergärten und die Schwerpunktsetzung in den Volksschulen, denn gerade wenn jeder Fünfte nach der neunten Schulstufe nicht sinnerfassend lesen kann, sind auch dort die Schwerpunkte zu setzen. Daher ist es wichtig, dass das, was im Regierungsprogramm vereinbart wurde, auch so rasch als möglich umgesetzt wird.

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