Zinggl zur Causa Burgtheater: Hartmann und Springer müssen Verantwortung übernehmen

Grüne fordern Wiederherstellung parlamentarischer Kontrolle bei Bundestheatern

Wien (OTS) - "Burgtheater-Direktor Matthias Hartmann und sein Aufsichtsratsvorsitzender Georg Springer liefern eine Farce ab", erklärt Wolfgang Zinggl, Kultursprecher der Grünen, angesichts der jüngsten Vorfälle im Burgtheater. "Anstatt die Verantwortung bei sich selbst zu suchen, erklären die beiden Herren eine langjährige loyale Mitarbeiterin zum Sündenbock, sprechen die Entlassung aus, ohne im Detail zu erläutern, worin die Vorwürfe eigentlich bestehen, und waschen ihre Hände in Unschuld. Dieses selbstherrliche, verantwortungslose Agieren des Führungspersonals hat sich in den letzten Jahren leider zu einer Konstante des bundeseigenen Kulturbetriebs entwickelt", bedauert Zinggl.

Umso wichtiger sei es daher, gerade im Bereich der Bundestheater wieder transparente Verhältnisse herzustellen. "Durch die Ausgliederung von Burgtheater, Staatsoper und Volksoper in die Bundestheater-Holding wurden 1999 die Kontrollrechte des Parlaments -und damit der Bürgerinnen und Bürger des Landes - ausgehebelt", analysiert Zinggl und weiter: "Der Nationalrat erhält auf seine Anfragen betreffend die Bundestheater seit Jahren keine Antwort." Zinggl rät dem neuen Kulturminister Josef Ostermayer, die Kontrollbefugnisse des Parlaments wieder herzustellen - "denn Transparenz und Kontrolle sind die wichtigsten Medikamente zur Verhinderung von Misswirtschaft". Die Grünen machen die Probe aufs Exempel und haben eine parlamentarische Anfrage betreffend die Undurchsichtigkeiten im Burgtheater eingebracht.

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