"Am Schauplatz"-Reportage "Arme Sau" am 9. Jänner im ORF

Klaus Dutzler über die extreme Entwicklung auf dem Schweinefleischsektor

Wien (OTS) - Es ist das Lieblingstier der Österreicher - zumindest am Teller. Fünf Millionen Schweine werden bei uns pro Jahr geschlachtet und gegessen, das sind pro Kopf fast 40 Kilogramm. Wir sind die Weltmeister im Schweinefleischkonsum und es ist kaum woanders so billig. Vor 40 Jahren war Schweinefleisch fast viermal so teuer wie heute. Ein Kilogramm Schnitzel kostet heute im Sonderangebot weniger als ein Kilogramm Champignons. Wenn Fleisch in den Kühlregalen der Supermärkte landet, ist es meist ein Sonderangebot. Knapp 70 Prozent des gesamten Frischfleisches wird mit großen Preisabschlägen verkauft. Kann dieses Fleisch noch gesund sein? Und wer ist schuld an der Misere? Die Bauern? Die Lebensmitteldiskonter? Oder doch wir Konsumenten? "Am Schauplatz"-Reporter Klaus Dutzler macht sich am Donnerstag, dem 9. Jänner 2014, um 21.05 Uhr in ORF 2 auf die Suche nach der Antwort auf die Frage: Wer hat das Schwein zur armen Sau gemacht?

Die Folgen dieser extremen Entwicklung werden meist ausgeblendet. Damit die Kampfpreise gehalten werden können, müssen die Bauern ihre Höfe zu richtigen Fabriken umrüsten. "Immer mehr und immer billiger", so lautet die Maxime. In vier Monaten muss ein Ferkel zur Schlachtreife gemästet werden. Die Ställe werden immer größer, die Erträge immer geringer. Vor 15 Jahren gab es 125.000 Schweinebauern, heute sind es gerade einmal 26.000. Weniger Bauern, aber immer mehr Schweine. Auch die Schlachthöfe müssen im internationalen Konkurrenzkampf immer größer werden und immer effizienter töten.

Die Sendung ist nach der TV-Ausstrahlung sieben Tage auf der Video-Plattform ORF-TVthek (http://TVthek.ORF.at) als Video-on-Demand abrufbar.

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