ASFINAG: LKW-Fahrverbot am ganz linken Autobahn-Streifen bringt mehr Verkehrssicherheit

Auf dem dritten und vierten Autobahn-Fahrstreifen überproportional viele LKW in Unfälle verwickelt

Wien (OTS) - Als wichtigen Beitrag für mehr Verkehrssicherheit begrüßt die ASFINAG das heute im Ministerrat beschlossene Fahrverbot für LKW über 7,5 Tonnen auf dem ganz linken Fahrstreifen von drei-oder vierspurigen Autobahnen. Auf der dritten und vierten Spur sind überproportional viele LKW in Unfälle verwickelt. Die vom Verkehrsministerium initiierte Gesetzesnovelle bringt nun das Aus für gefährliche "Elefanten-Rennen".

"Beispiele aus Deutschland, der Schweiz oder Italien belegen, dass mit einem solchen LKW-Fahrverbot die Unfallzahlen zurück gehen", sagt ASFINAG Vorstand Alois Schedl, "Unfälle mit Beteiligung des Schwerverkehrs sind sehr oft sehr schwere Unfälle - wir begrüßen den Beschluss des Ministerrates, der hilft, solche Unfälle zu verhindern." ASFINAG Vorstand Klaus Schierhackl: "Entscheidend ist, dass ein Fahrverbot auf der ganz linken Spur den Lkw-Verkehr nicht im zügigen Fortkommen behindert. Die Kapazität der ersten und zweiten Spur reicht für einen reibungslosen Verkehrsfluss".

LKW sind verhältnismäßig öfter in Unfälle verwickelt als PKW. Besonders riskant wird es, wenn LKW auf dem dritten oder vierten Fahrstreifen einer Autobahn unterwegs sind - das bestätigt auch eine Studie des Kuratoriums für Verkehrssicherheit. Auf der dritten und vierten Spur sind um 50 Prozent mehr LKW in Unfälle verwickelt, als ihrem Fahranteil entspricht. Hauptgrund: Die großen Geschwindigkeitsunterschiede zu den PKW - besonders beim Spurwechsel.

Ein weiterer wesentlicher Vorteil für die ASFINAG sind weniger Behinderungen im Winter. Situationen, in denen hängen gebliebene LKW nebeneinander alle Spuren der Autobahn blockieren, gehören dann der Vergangenheit an - für PKW bleibt dann zumindest die ganz linke Fahrspur frei.

Von den 2.178 Kilometern Autobahnen und Schnellstraßen haben 700 Kilometer drei Fahrstreifen je Richtung, auf 40 Kilometern sind es vier Fahrstreifen. Pro Jahr sind auf dem Netz der ASFINAG rund 19 Millionen LKW unterwegs.

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