Stronach/Nachbaur fordert Schutz vor Schuldenfalle und beantragt Anti-Schulden-Paket

"Finanzen verwalten/Schulden vermeiden" soll Teil des Schulunterrichts werden

Wien (OTS) - Angesichts des massiven Ansturms auf die Schuldnerberatungsstellen fordert Team Stronach Klubobfrau Dr. Kathrin Nachbaur einen verstärkten Schutz vor der Schuldenfalle. "Gerade rund um Weihnachten haben viele Menschen mehr Geld ausgegeben, als ihnen zur Verfügung steht und haben Ratenverträge abgeschlossen, die sie später nicht mehr finanzieren können. Die hohe Arbeitslosigkeit trägt dazu bei, dass sich immer mehr Bürger massiv verschulden", warnt Nachbaur.

Nachbaur weist darauf hin, dass sich große Elektrounternehmen, Möbelhäuser und Baumärkte großzügig geben, um ihre Waren zu verkaufen, aber dann bei Ratenzahlungen bis zu 22 Prozent an Zinsen verlangen. "Für diese Unternehmen sind die Ratenzahlungen ihrer Kunden ein gutes Geschäft. Die Kunden aber geraten oft in eine Abwärtsspirale, aus der sie nicht mehr herauskommen", erklärt die Team Stronach Klubobfrau. So leben in Österreich geschätzte 780.000 Personen mit Zahlungsschwierigkeiten. Rund 50.000 Personen wenden sich pro Jahr an eine Schuldnerberatung in Österreich.

Das Team Stronach wird daher bei der nächsten Sitzung des Nationalrates ein Anti-Schulden-Paket beantragen. "Die rot-schwarze Bundesregierung hat ja bereits angekündigt, die Schuldnerberatung ausbauen zu wollen. Ich gehe daher davon aus, dass SPÖ und ÖVP unsere Initiative unterstützen werden", so Nachbaur.

Das Team Stronach fordert folgende konkrete Maßnahmen im Kampf gegen die Schuldenfalle:

SCHULDENALARM - "Warnkasten" bei Ratenverträgen:

Ähnlich wie auf Zigarettenpackungen soll es auch bei Ratenverträgen einen abschreckenden Warnhinweis zum Schutz der Konsumenten geben. Auf den Verträgen soll klar und deutlich aufgelistet werden, welche Zahlungen auf den Kunden in welchem Zeitraum anfallen, wie hoch der Zinssatz ist und was passiert, wenn die Raten nicht bezahlt werden können.

Wucher bei Konto-Überziehungszinsen abstellen:

Die Habenzinsen am Girokonto befinden sich auf einem historischen Tiefstand. Von den meisten Banken werden lediglich 0,100 Prozent Zinsen bezahlt. Demgegenüber verrechnen die Banken bis zu 13 Prozent an Sollzinsen für Kontoüberziehungen. Das bringt den Banken eine Rendite, die ungleich höher ist als bei einem Kreditvertrag. Das Team Stronach verlangt, dass dieser Wucher bei den Überziehungszinsen abgestellt wird.

"Finanzen verwalten/Schulden vermeiden" als Teil des Schulunterrichts:

Schon auf Kindern und Jugendliche wird ein starker Konsumdruck ausgeübt. Dies wirkt sich massiv auf das spätere Leben aus, wenn diese jungen Menschen erstmals auf eigenen finanziellen Beinen stehen müssen. Daher muss als Prävention bereits im Schulunterricht den Jugendlichen der richtige Umgang mit Geld und das Haushalten mit ihrem späteren Einkommen - ihrem Budget - vermittelt werden.

Finanzministerium soll Buchhaltungs-Tabellen versenden:

Die Menschen sollen angeregt werden, ein eigenes Budget zu erstellen - einen Jahresplan mit Einkommen und Ausgaben. Das Finanzministerium soll dazu ein einfaches und übersichtliches Formular entwerfen und an alle Haushalte versenden bzw. online abrufbar machen.

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