Stadt Wien und Aliyev steigen aus Media Quarter Marx aus

Gemeinsame Suche nach neuem Investor

Wien (OTS) - Die zur Stadt Wien gehörende Technologie-Agentur ZIT und die Treuhänder des umstrittene kasachischen Ex-Botschafters Rakhat Aliyev haben beschlossen, ihr gemeinsames Media Quarter Marx (MQM) an Investoren zu verkaufen. Das bestätigte dem KURIER Gerhard Hirczi, Chef der Wiener Wirtschaftasgentur, zu der die ZIT gehört. Der rund 40.000 Quadratmeter große Mediencluster auf dem Stadtenwicklungsgebiet St. Marx beherbergt derzeit rund 40 Medienunternehmen mit 1000 Mitarbeitern und ist zu 90 Prozent vermietet. Das Projekt war als PPP-Modell (Private Public Partnership) konzipiert.

Am MQM hält die Stadt Wien über die ZIT 40 Prozent, Mehrheitseigentümer ist die VBM. Diese Gesellschaft gehört über Treuhandkonstruktionen zur A.V.Maximus Holding AG, die dem umstrittenen kasachischen Ex-Botschafters Rakhat Aliyev gehörte. Inzwischen scheint als Eigentümerin seine Ehefrau auf. Die Verschleierung der Eigentumsverhältnisse hatte heftige Kritik der Wiener Rathaus-Opposition ausgelöst.

Die VBM hatte zwei Jahre lang bereits erfolglos versucht, einen Käufer für ihren Anteil am Media Quarter zu finden. Eine Option, den Anteil der Stadt bis Jahresende 2013 zu übernehmen, wurde nicht gezogen.
Jetzt versuchen die ZIT und das Management der VBM gemeinsam, einen Investor zu finden. Die Stadt hat 4,56 Millionen Euro an Eigenkapital investiert, die VBM rund 6,9 Millionen. Finanziert über einen Kredit der Bank Austria wurden rund 63 Millionen Euro investiert.

Als Käufer kommen institutionelle Investoren wie Banken, Versicherungen und Immobilienfonds in Frage. Hirczi verspricht ein "transparentes, nachvollziehbares Verfahren". Verkaufszeitpunkt und Preisvorstellungen will er nicht nennen. Er sei "optimistisch, dass wir das Projekt gut verwerten werden. Möglicherweise wachsen die Bäume nicht in den Himmel, aber eine zufriedenstellende Verwertung müsste möglich sein", sagte Hirczi gegenüber dem KURIER. Als Rechtsberater für den Verkaufsprozess wird die Stadt die Rechtsanwaltskanzlei Schoenherr engagieren.

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