ORF-III-Programmschwerpunkt zum Thema Radioaktivität ab 8. Jänner

Bis 16. Jänner mit sieben Dokumentationen und einem Spielfilm

Wien (OTS) - Sie ist Grundlage von Zukunftsvisionen ebenso wie von Angstvorstellungen: die Radioaktivität - und infolge die Atomspaltungsthematik. Als Kernkraft, als zerstörerische Bombe, als drohendes Damoklesschwert im Kalten Krieg, als medizinisches Hilfsmittel beschäftigt sie die Menschheit seit Jahrzehnten - ORF III widmet dem spannenden Thema ab morgen, Mittwoch, dem 8. Jänner 2014, einen Programmschwerpunkt. Im Jahr 1896 vom französischen Wissenschafter Henri Becquerel zufällig entdeckt, wurde das physikalische Phänomen von Marie und Pierre Curie weiter erforscht und 1898 der Begriff "radioaktiv" geprägt. Mit insgesamt sieben Dokumentationen und einem Spielfilm setzt sich ORF III Kultur und Information mit dem Thema Radioaktivität in zahlreichen Facetten auseinander.

Die Sendungen im Detail:

Mittwoch, 8. Jänner: "Natur.Wissen: Marie Curie" (18.05 Uhr)

Den Auftakt zum ORF-III-Radioaktivitätsschwerpunkt bildet die "Natur.Wissen"-Dokumentation "Marie Curie" über die Symbolfigur der Atomforschung. Filmemacher Michel Vuillermet beleuchtet Leben und Schaffen der berühmten Wissenschafterin und zweifachen Nobelpreisträgerin, die gemeinsam mit ihrem Mann Pierre Curie die Radioaktivität erforschte, und geht den weniger bekannten Seiten ihrer Persönlichkeit auf den Grund. Der Film porträtiert Marie Curie von ihrer Geburt in Warschau 1867 über ihr bewegtes Leben bis hin zu ihrem Tod in Paris im Jahr 1934.

Samstag, 11. Jänner: Dokus über Robert Oppenheimer (20.15 Uhr) und Lise Meitner (22.15 Uhr) - zwei zentrale Persönlichkeiten der Atombombenforschung

Er gilt als "Vater der Atombombe" und hat doch ihren Einsatz später auf das Schärfste verurteilt: Julius Robert Oppenheimer, einer der prägendsten theoretischen Physiker des 20. Jahrhunderts, arbeitete im Zweiten Weltkrieg an der ersten Atombombe und wandte sich später vehement gegen sie, als er mit den Folgen von Hiroshima und Nagasaki konfrontiert wurde. Die filmische Biografie "In Sachen J. Robert Oppenheimer" aus dem Jahr 2009 porträtiert einen genialen, einflussreichen Mann, der sich nach dem Zweiten Weltkrieg gegen sein eigenes Projekt wandte und dies mit dem gesellschaftlichen Ausschluss bezahlen sollte.

Die anschließende Dokumentation "Lise Meitner - Die Mutter der Atombombe" von Wolf von Truchsess ist das Porträt einer weiteren berühmten Persönlichkeit, die untrennbar mit der Entwicklung der Atombombe verbunden ist. Lise Meitners wechselvolles Leben erzählt nicht nur eine exemplarische Geschichte über die Benachteiligung von Frauen in Wissenschaft und Forschung, sondern ist vor dem historischen Hintergrund der Schoah auch das Drama einer Pazifistin, die durch ihre geliebte Arbeit die Grundlage für die tödlichste Waffe der Geschichte schuf.

Montag, 13. Jänner: Ein ganzer Doku-Abend im Zeichen der Atomkraft (ab 20.15 Uhr)

Aus unterschiedlichen und doch stets kritischen Perspektiven nehmen gleich drei Dokumentationen im ORF-III-Hauptabend am Montag, dem 13. Jänner, das konfliktreiche Thema Atomkraft in den Fokus. Um 20.15 Uhr begleitet der Film "Demontage - Ein Atomkraftwerk kommt auf den Schrottplatz" die Stilllegung des Kernkraftwerkes Lubmin und wirft einen Blick auf den Alltag zwischen Castorbehälter, Strahlenschutz und Sicherheitsschleuse. Von der Problematik radioaktiver Abfälle handelt auch die Dokumentation "Into Eternity - Endlager Atommüll" um 21.00 Uhr, die das finnische Endlager Onkalo beleuchtet: Da Onkalo nach seiner Fertigstellung und Befüllung versiegelt und für 100.000 Jahre sich selbst überlassen wird, konzentriert sich der Film auf die Frage, wie verhindert werden soll, dass spätere Generationen versehentlich oder absichtlich am Ort des Endlagers bohren. Um 22.20 Uhr nimmt "Unter Kontrolle" von Volker Sattel Architektur und Innenleben von Atomkraftwerken unter die Lupe.

Dienstag, 14. Jänner: Isabelle Huppert als "Marie Curie - Forscherin mit Leidenschaft" (22.00 Uhr)

Im Rahmen der europäischen Artfilm-Leiste "euro.film" zeigt ORF III den Spielfilm "Marie Curie - Forscherin mit Leidenschaft" aus dem Jahr 1997 mit Isabelle Huppert in der Titelrolle. Regisseur Claude Pinoteau entfernt sich in seiner Darstellung der Ereignisse im Leben der jungen Marie Curie im Paris der frühen 20er Jahre zwar schon einmal von den historischen Fakten, hat aber einen charmant-heiteren Film mit pointierten Dialogen und einer großartigen Isabelle Huppert an der Seite von Charles Berling (als Pierre Curie) geschaffen.
Im Jahr 1894 treibt der Leiter des Physikalischen Instituts in Paris, Professor Schutz, seine Forscher Pierre Curie und Gustave Bémont zu immer neuen Experimenten an. Als Assistentin stellt er ihnen in ihrem ärmlichen Labor die Polin Marie Sklodowska zur Seite. Pierre Curie, der - von seinen Kollegen belächelt - über Uranium forscht, kommt Marie auch privat näher. Gemeinsam erklären sie ihre Theorie von der Radioaktivität des Uraniums. Doch ihre Forschungsergebnisse werden angezweifelt und es droht ein Skandal.

Donnerstag, 16. Jänner: "Im Brennpunkt: Bolivien - Lithium für eine strahlende Zukunft?" (21.55 Uhr)

"Im Brennpunkt" hinterfragt die Bedeutung des Elements Lithium für Bolivien: Bringt das Leichtmetall, das unter anderem in der Atomphysikforschung eingesetzt wird, dem ärmsten Land Südamerikas tatsächlich den erwarteten Wohlstand oder entpuppt es sich eher als verlorene Chance? Der Film fokussiert dabei den bolivianischen See Salar de Uyuni, den größten Salzsee und das lithiumhältigste Gewässer der Erde.

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