Heißer Tee und Mantel statt Heizung für StudentInnen

Studierende können sich die hohen Wohnkosten kaum noch leisten

Wien (OTS/AKNÖ) - Die Nachrichten sind alarmierend: Elf Prozent der Studierenden können ihre Wohnräume nicht angemessen beheizen. Schuld daran sind sowohl die gestiegenen Heizkosten als auch bauliche Mängel. Vor allem undichte Türen und Fenster in den Studentenwohnheimen oder Wohngemeinschaften treiben die Kosten in die Höhe. "Die Mängel in bestehenden Wohnheimen sind unverantwortlich und müssen rasch behoben werden", fordert AKNÖ-Präsident Markus Wieser.

Undichte Türen und Fenster sind laut einer Studie des Instituts für Soziologie der Universität Wien das häufigste Wohnproblem für knapp ein Drittel aller Studierenden. Verschärft wird die Situation im Winter zusätzlich durch mangelnde Heizungsanlagen. Aber auch andere Faktoren wie Schimmel und Fäulnis in den Räumen stellen eine Gefahr für die Gesundheit dar. "Es ist unverantwortlich, die Studierenden in derart sanierungsbedürftigen Studentenwohnheimen unterzubringen. Hier ist dringender Handlungsbedarf gegeben! Es sind Neubauten in Angriff zu nehmen, die der gestiegenen Anzahl der Studierenden gerecht werden und für diese auch erschwinglich sind", fordert AKNÖ-Präsident Markus Wieser.

In den letzten Jahren ist der leistbare Wohnraum immer knapper geworden. Zimmer in Studentenwohnheimen sind nur noch schwer zu bekommen und die Preise sind gestiegen. Für ein Zimmer mit neun bis zwölf Quadratmeter sind je nach Studienort durchschnittlich 280 bis 340 Euro zu bezahlen. Besonders prekär ist die Situation in Wien, wo die meisten Studierenden österreichweit zu finden sind. "Von dieser Entwicklung sind auch sehr viele NiederösterreicherInnen betroffen", weiß AKNÖ-Präsident Wieser. "Man muss mit ausreichenden Neubauten und umfassenden Sanierungsmaßnahmen alter Studentenwohnheime beginnen. Das entschärft die akuten Probleme, dämpft die Preisentwicklung der Mieten und kommt der Bauwirtschaft zu Gute."

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