Energieübergreifender Gebäudekomplex setzt auf Erdgas

Wien/Imst (OTS) - In der Tiroler Gemeinde Imst setzt eine private Initiative ein Zeichen für Nachhaltigkeit und Versorgungssicherheit:
Heizwärme aus erneuerbaren Energiequellen in Kombination mit Erdgas gewährleisten das ganze Jahr über eine zuverlässige Energieversorgung.

Die Wohnhausanlage "Arche Noah" in der Tiroler Gemeinde Imst ist eines der zukunftsweisenden Bauprojekte in Österreich. Bauherr Karl Gstrein "Früher war es ganz normal, dass mehrere Generationen unter einem Dach wohnten. Das war die Voraussetzung, um möglichst kostengünstig zu leben. Dieses Schema war die Ausgangsposition für dieses neue Konzept." Außerdem war es ihm wichtig, "möglichst umweltschonend zu bauen und im laufenden Betrieb umweltfreundlich zu heizen."

Erdgas als Partner der Erneuerbaren

In seiner Arche hat er diese Vision umgesetzt.
Aus energietechnischer Sicht ist diese Wohnhausanlage einzigartig:
Das ausgeklügelte Heizsystem verbindet Sonnenkraft, Erdwärme und Erdgas.

Ziel von Bauherrn Gstrein war es dabei das technisch Machbare zu versuchen. "Dieses Energiekonzept ist zukunftsweisend und technisch auf dem höchsten Niveau", sagt Mag. Michael Mock Geschäftsführer vom Fachverband der Gas- und Wärmeversorgungsunternehmungen: "Mit dieser innovativen Lösung kann ganzjährig Energie für Heizung und Warmwasser bereitgestellt werden."

Wenn die erneuerbaren Energiequellen das Gebäude witterungsbedingt nicht mehr ausreichend mit Wärme oder Strom versorgen können, springt Erdgas ein. Mock erläutert: "Die Kombination von Erdgas mit Solarthermie oder Photovoltaik ist eine zukunftsweisende Lösung für die Umsetzung der Energiewende in Österreich."

Die Arche-Noah-Energieversorgung im Detail

Erdwärmepumpen in 200 Meter Tiefe und Solarkollektoren mit einer Fläche von 16 Quadratmeter decken die Grundheizlast ab. "Die Gasheizung schaltet sich etwa dann automatisch ein, wenn es im Winter früh dunkel wird oder wenn es in der Nacht besonders kalt ist", sagt Gstrein. Er hat sich für Gas entschieden, weil es in punkto CO2-Ausstoß "am Umweltfreundlichsten ist".

Online-Kontrolle der Energiekosten

Damit die verschiedenen Komponenten dieses komplexen Systems hocheffizient zusammenwirken können, haben die Planer und Installateure den Systemverbund des Herstellers Vaillant genutzt. Über Gebäudeleittechnik und entsprechende Schnittstellen werden sämtliche Anlagendaten zusammengeführt und online protokolliert:
Bauherr Gstrein verfolgt dabei auch das Verbrauchsverhalten der Mieter und informiert entsprechend über Einsparmöglichkeiten: etwa wenn es zu unerwarteten Verbrauchsspitzen kommt.

Die Anlagenkombination macht sich bezahlt. Die Miete beträgt sieben Euro pro Quadratmeter. Für Betriebskosten und Heizung kommen nochmals 1,60 Euro hinzu. "Das ist ungefähr die Hälfte eines normalen Hauses", freut sich Gstrein. Die Planrechnung war so gut, dass er in den vergangenen Jahren keine Preiserhöhung durchführen musste.

Ein Grundstein für Veränderung

Laut Mock zeigt das Pionierprojekt, wie umweltbewusstes Heizen in Zukunft funktionieren kann. Die "Arche Noah" in Imst ist ein Vorbild für andere Projekte, "die ebenfalls den Anspruch haben, ressourcenschonend, innovativ und versorgungssicher zu sein".

Über Erdgas:

Erdgas nimmt in der umweltbewussten Energieversorgung eine Schlüsselrolle ein: Die sogenannte Energie der Zukunft lässt sich effizient und komfortabel fürs Heizen, die Warmwasserbereitung, Kälte- und Stromerzeugung und als Kraftstoff für Automobile einsetzen. Erdgas verbrennt ohne Feinstaub und Partikel und ist damit der emissionsärmste fossile Energieträger. Erdgas eignet sich hervorragend als Ersatz für Holz, Holzabfälle, Erdöl oder Kohle, die höhere Umweltbelastungen verursachen.

Über den Fachverband der Gas- und Wärmeversorgungsunternehmungen:

Der Fachverband der Gas- und Wärmeversorgungsunternehmungen (FGW) ist die unabhängige gesetzliche Interessenvertretung der österreichischen Gas- und Wärmewirtschaft. Als diese nimmt der FGW bei den Themen Globalisierung, Marktliberalisierung und Versorgung eine wichtige Stellung ein.

Mit der Bereitstellung der umweltfreundlichen Energieformen Erdgas, Biogas, Fernwärme und Fernkälte sind die FGW-Mitgliedsunternehmen in einer Schlüsselposition bei Umweltschutz-und Klimafragen.

Rückfragen & Kontakt:

Fachverband der Gas- und Wärmeversorgungsunternehmungen (FGW)
Mag. Michael Mock, Geschäftsführer
Mail: mock@gaswaerme.at
Tel: +43/1/513 15 88/13
Web: www.gaswaerme.at

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