ARBÖ: Wir müssen "schwächere" Verkehrsteilnehmer noch mehr schützen

Kinder, Fußgänger und Biker sind laut Unfallstatistik stark gefährdet

Wien (OTS) - Innerhalb eines Jahrzehntes wurde die Zahl der Verkehrstoten nahezu mehr als halbiert. Das spricht einerseits für die vielen Maßnahmen der zuständigen Bundesministerien für Verkehr und Inneres, der ASFINAG und die Bewusstseinsbildungs-Kampagnen diverser Interessensvertretungen sowie des ARBÖ die Jahr für Jahr greifen. Das ist wirklich gut, aber kein Grund sich zufrieden zu geben. Zeigt doch die Unfallstatistik, wo wir noch stärker ansetzen müssen, nämlichen beim Schutz der 'schwächeren' Verkehrsteilnehmer", betont ARBÖ-Generalsekretär Mag. Gerald Kumnig.

Bei den tödlichen Verkehrsunfällen 2013 starben 453 Menschen. Davon waren mehr als die Hälfte (235) einspurige Verkehrsteilnehmer und Fußgänger: Motorrad-Fahrer (89), Moped-Fahrer (15), Radfahrer (50, davon sechs mit Elektro-Fahrrad) und Fußgänger (80). Besorgniserregend ist, dass die Zahl der getöteten Kinder (neun) unter 14 Jahren im Vorjahr wieder leicht angestiegen ist.

Das neue Jahr 2014 war kaum sechs Stunden alt, da wurde der erste Fußgänger bei einem Verkehrsunfall getötet. Für den ARBÖ noch mehr Ansporn, das Verkehrssicherheitsprogramm des Bundesministeriums für Verkehr, Innovation und Technologie zu unterstützen: "Der Schutz von Fußgängern und vor allem von Kindern muss noch weiter verbessert werden. Schutzwege müssen eine Sicherheitszone sein auf die sich die Menschen verlassen können, zehn Tote im Bereich von Schutzwegen ist immer noch zu viel", erklärt ARBÖ-Generalsekretär Mag. Kumnig.

Überrascht zeigte sich der ARBÖ, dass nur im sehr geringen Ausmaß ablenkende und fahrfremde Tätigkeiten am Steuer wie beispielsweise die Bedienung von Geräten wie Radio/CD/Navigation, Telefonieren/SMS/Internet, Fernsehen oder Rauchen als Unfallursache anzunehmen sind. Der ARBÖ ist der Meinung, dass unabhängig von der Altersgruppe sich bei Moped- und Motorradfahrern ein jährliches "Warm up" mit geschulten Profis in den ARBÖ-Fahrsicherheitszentren präventiv positiv auswirkt. Auch für Radfahrer gibt es am Wiener ARBÖ-Radübungsplatz die Möglichkeit den Verkehrsalltag zu trainieren.

"Der richtige Mix aus Bewusstseinsbildung, Prävention, Training, Kontrolle und straßenbaulichen Optimierungen wird auch in Zukunft zur Verhinderung von Unfällen und zur Erhöhung der Verkehrssicherheit auf Österreichs Straßen beitragen. Daran sollte man gemeinsam konsequent weiter arbeiten", so ARBÖ-Generalsekretär Mag. Kumnig abschließend.

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