FPÖ-Ragger: Kärnten hat muss bei Gesundheit mehr als andere Länder sparen

Längere Wartezeiten und höhere Selbstbehalte für Patienten aufgrund schärferer Sparvorgaben

Klagenfurt (OTS) - Das neue Jahr 2014 wird für Kärntner Patienten Verschlechterungen bringen. Denn hier wird die Gesundheitsreform massivere Konsequenzen bringen als in anderen Bundesländern. Die rot-grün-schwarze Koalition hat schärfere Einsparungsvorgaben des Bundes (Bundeszielsteuerungsvertrag) akzeptiert als sie z.B. Salzburg und Tirol erfüllen müssen", kritisiert der Obmann der Kärntner Freiheitlichen LR Mag. Christian Ragger.
So müssen Kärntens Spitälern allein heuer 23,4 Millionen Euro und die Kärntner Gebietskasse 12 Millionen einsparen. Das Kärntner Gesundheitssystem müsse seine Ausgaben 2014 um über 40 Millionen Euro "dämpfen", in Salzburg sind es 6,5 Mio. und in Tirol gar 23 Millionen Euro weniger.
"Es ist unverständlich, dass die Kärntner Gesundheitsreferentin Dr. Beate Prettner, die auch in der Bundeszielsteuerungskommission sitzt, diese extreme Benachteiligung Kärntens mit beschlossen hat", so Ragger. Aufgrund der rigorosen Sparvorgaben fehle der Spielraum für den dringend notwendigen Ausbau des ambulanten Angebots. Denn Kärnten zähle österreichweit zu den Ländern mit der geringsten Dichte an Kassenärzten. "Dadurch entstanden über die Feiertage bereits Lücken in der hausärztlichen Versorgung", so Ragger
Patienten seien daher gezwungen, noch mehr in die ohnehin überlasteten Spitalsambulanzen ausweichen. "Die Wartezeiten werden länger. Die Selbstbehalte für Hilfsmittel werden noch höher", befürchtet Ragger. Denn die GKK könne aufgrund der Sparvorgaben u.a. ihre Zuzahlungen für Heilbehelfe und Hilfsmittel nicht bedarfsgerecht erhöhen. Dramatisch ist für Ragger u.a. der Mangel an niedergelassenen Fachärzten für Neurologie. Ein dringend benötigter Aktionsplan zur Früherkennung von Demenzerkrankungen, die große Herausforderung der Gesundheitspolitik, sei damit nicht umsetzbar.

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