"Report" am 7. Jänner: 100 Jahre Erster Weltkrieg, Außenminister Sebastian Kurz zu Österreichs Weltpolitik im Studio

Außerdem: Steigende Frauenarbeitslosigkeit auf dem Prüfstand

Wien (OTS) - Susanne Schnabl präsentiert in der ersten "Report"-Ausgabe des neuen Jahres am Dienstag, dem 7. Jänner 2013, um 21.05 Uhr in ORF 2 folgende Beiträge:

Steigende Frauenarbeitslosigkeit

Der Jänner brachte neue Extremwerte bei den Arbeitslosenzahlen, besonders betroffen sind Frauen. Während die Zahl der Beschäftigten wächst, steigt die Arbeitslosigkeit gerade in frauendominierten Branchen wie dem Gesundheits- und Sozialwesen überdurchschnittlich stark. Und das, obwohl gerade für die Pflegebranche laut eigenen Angaben dringend qualifiziertes Personal gesucht wird. Wie erklärt sich dieser Widerspruch, welche Jobs bieten gute Aussichten? Münire Inam und Martina Schmidt recherchierten.

Österreichs Außenpolitik-Zukunft: Sebastian Kurz zu Gast im Studio

Österreichische Außenminister wie Bruno Kreisky oder Alois Mock machten mit außenpolitischen Initiativen in der Welt auf sich aufmerksam, doch seit dem EU-Beitritt ist es auf diesem Terrain eher ruhig geworden. Der neue Außenminister der Republik, Sebastian Kurz, hat international bereits Schlagzeilen gemacht, denn mit 27 Jahren ist er der weltweit jüngste Vertreter seines Ressorts. Kann er diese Aufmerksamkeit in Erfolge umsetzen und welche Aufgaben warten auf ihn? Wie sollte Kurz sie wahrnehmen, um die Präsenz Österreichs in der Weltpolitik zu stärken, und wie kann Österreich eine wichtigere Rolle innerhalb der EU spielen? Jakob Horvat berichtet. Außenminister Sebastian Kurz ist zudem Gast im Studio.

100 Jahre Erster Weltkrieg: Sichtbare Narben der großen Katastrophe

Im kommenden Sommer jährt sich zum 100. Mal der Beginn des Ersten Weltkriegs - der ORF erinnert in Rahmen eines umfassenden trimedialen Programmschwerpunkts. So zeigt u. a. der "Report" in einer großen Reportage von Eva Maria Kaiser, wie schwierig es noch immer für einige Staaten Europas ist, sich auf ein gemeinsames Erinnern zu verständigen, und wo der Erste Weltkrieg sichtbare Narben hinterlassen hat. Zum Beispiel in Sarajevo, wo der Erste Weltkrieg so präsent ist wie kaum anderswo. Die ehemaligen Kriegsgegner sind nun zwar in der EU vereint, auf ein gemeinsames Erinnern in Sarajevo konnten sie sich jedoch nicht verständigen.

Im Film kommen zahlreiche Persönlichkeiten zu Wort, für die der Erste Weltkrieg immer noch lebendig ist: Karl Habsburg, das Oberhaupt der Familie, führt jugendliche Habsburger durch die Kaiser-Appartements der Wiener Hofburg und beantwortet Fragen zur Geschichte wie: "Sind die Habsburger wirklich Schuld am Ersten Weltkrieg?" Der Historiker Manfried Rauchensteiner inspiziert die Räumlichkeiten des damaligen Kriegstreibers Franz Conrad von Hötzendorf im ehemaligen Kriegsministerium. Traditionsverbände der k. u. k.-Monarchie halten ein Probe-Manöver im Park des Heeresgeschichtlichen Museums ab. Der blutverschmierte Waffenrock des ermordeten Thronfolgers Franz Ferdinand ist ebenso zu sehen wie Erinnerungsstücke einfacher Soldaten, die jahrzehntelang auf Dachböden verschollen waren.

Der "Report" zeigt außerdem die Brutalität des Weltkriegs, der als erster "moderner" Krieg gilt: Medizinhistoriker Michael Hubenstorf erzählt von den traumatisierenden Folgen, die die neue Waffentechnologie auf Hunderttausende überlebender Soldaten hatte. Medienexperten des Österreichischen Filmarchivs analysieren, wie erstmals eine moderne Propagandamaschinerie ins Laufen kam:
Schlachten wurden nachgestellt, Tote und Verletzte ausgespart, der Kaiser als oberster Soldat inszeniert - ein "sauberer" Krieg, wie ihn bis heute Machthaber gerne der Welt präsentieren.

Die Sendung ist nach der TV-Ausstrahlung sieben Tage als Video-on-Demand abrufbar und wird auch als Live-Stream auf der ORF-TVthek (http://TVthek.ORF.at) angeboten.

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