Sternsingerbesuch bei Außenminister Kurz: Hoffnung auf Kürzungsstopp

Wien (OTS) - Eine Sternsingergruppe der Wiener Pfarre Maria Geburt brachte heute Außenminister Sebastian Kurz die Segenswünsche für das neue Jahr. Die Dreikönigsaktion der Katholischen Jungschar appellierte dabei an den Außenminister, die staatliche Entwicklungszusammenarbeit zu stärken.

Seit 60 Jahren setzen sich die Sternsinger/innen der Katholischen Jungschar für benachteiligte Menschen in Afrika, Asien und Lateinamerika ein. Durch die großartige Unterstützung der Bevölkerung ist die Sternsingeraktion Jahr für Jahr gewachsen und zur größten österreichischen Solidaritätsaktion für Menschen in Ländern des Südens geworden.

Dreikönigsaktion fordert: Stoppt die Talfahrt der Entwicklungszusammenarbeit

Sigrid Kickingereder, Bundesvorsitzende der Kath. Jungschar, appellierte an den neuen Außenminister: "Herr Bundesminister Kurz, stoppen Sie die Talfahrt der bilateralen Entwicklungszusammenarbeit! Bleiben die für 2014 geplanten Kürzungen im Budget der Österreichischen Entwicklungsagentur (ADA) bestehen, dann verlieren viele Menschen lebensnotwendige Hilfe. Als ersten Schritt bitten wir Sie, die für das Jahr 2014 vorgesehenen Kürzungen rückgängig zu machen. Als zweiten Schritt wünschen wir uns, dass längerfristig mehr Mittel für Entwicklungszusammenarbeit zur Verfügung stehen, damit Österreich als eines der reichsten Länder der Welt seine Verantwortung zur effektiven Bekämpfung der Armut wahrnimmt."

Ministerkarriere für Sternsinger/innen

Im Gespräch mit den Sternsinger/innen aus der Pfarre Maria Geburt gab Sebastian Kurz bereitwillig über seinen Werdegang Auskunft. Wie man so jung Minister wird? Er habe bereits mit 16 Jahren begonnen, sich politisch zu engagieren, erklärte Minister Kurz. Mit ihrem frühen Einsatz für Gerechtigkeit und Solidarität für Menschen in Afrika, Asien und Lateinamerika haben somit auch die Sternsinger/innen beste Voraussetzungen für eine politische Karriere.

Die Sternsingergruppe aus der Pfarre Maria Geburt, die den Außenminister besuchte, steht für insgesamt 85.000 Kinder, die sich in ihrer Freizeit als Sternsinger/innen für benachteiligte Menschen einsetzen. Sie sind österreichische Botschafter/innen für Solidarität mit armen Menschen weltweit. Die "Heiligen Drei Könige" besuchten am 2. und 3.1. auch Nationalratspräsidentin Prammer, Vizekanzler und Finanzminister Spindelegger und ÖVP-Klubobmann Lopatka. Fotos dieser Besuche gibt es auf www.sternsingen.at/presse

Seit 1954 wurden von den Sternsingerkindern 350 Mio. Euro gesammelt. Mit diesen Spenden unterstützt die Dreikönigsaktion, das Hilfswerk der Kath. Jungschar, jährlich rund 500 Hilfsprojekte in Afrika, Asien und Lateinamerika. Mit der großen Spendenbereitschaft zeigt die österreichische Bevölkerung, dass ihr ein würdiges Leben für alle Menschen wichtig ist.

Terminankündigung: 7.1.2014 - Sternsinger zu Gast im Europäischen Parlament

Die Sternsingerinnen Franziska, Bernadette, Laura und Lilian aus der steirischen Pfarre Feldbach bringen am 7.1.gemeinsam mit königlichen Kolleg/innen aus Deutschland, Italien, der Slowakei und Ungarn dem Europ. Parlament in Brüssel Segenswünsche für das neue Jahr. Um 11:30 h werden die König/innen von EU-Parlamentspräsident Martin Schulz empfangen. Danach trifft die österreichische Gruppe am Nachmittag um 15:30 h mit einer Delegation österreichischer Abgeordneter (fix zugesagt haben Ulrike Lunacek, Eva Lichtenberger und Hannes Swoboda) zusammen. Neben Segenswünschen appellieren die Sternsinger an die Abgeordneten, gerade im EU-Wahljahr auf die Verantwortung der EU gegenüber den Notleidenden in den Entwicklungsländern zu achten.

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