Vittoria Puccini ist am 4. Jänner in ORF 2 "Anna Karenina"

Aufwendige ORF/ARD-Neuverfilmung von Leo Tolstois Liebesklassiker mit Sadler und von Thun in weiteren Rollen

Wien (OTS) - Mehr als 130 Jahre nach seinem Erscheinen hat Tolstois Klassiker "Anna Karenina" nichts von seiner emotionalen Kraft verloren. Ganz im Gegenteil - denn im Gegensatz zu früheren Adaptionen entfaltet Regisseur Christian Duguay in seiner prunkvoll ausgestatteten ORF/ARD-Neuverfilmung den großen Figurenreichtum und die emotionale Tiefe der epischen Liebesgeschichte. Zu sehen ist der knapp 180-minütige Fernsehfilm am Samstag, dem 4. Jänner 2014, um 20.15 Uhr in ORF 2 (auch als Hörfilm). Aufregend und packend haucht ein internationaler Cast dem adeligen Russland des 19. Jahrhunderts neues Leben ein. Drei Beziehungsmodelle prallen aufeinander: Während Fürst Stiwa (Pietro Sermonti) und seine Frau Dolly (Carlotta Natoli) einen faulen Kompromiss eingehen, machen Max von Thun als Lewin und seine Frau Kitty (Lou de Laage) die Erfahrung, dass eine Ehe wachsen muss. Annas Aufbegehren gegen die rigiden Konventionen im zaristischen Russland ist dagegen zum Scheitern verurteilt. Die italienische Darstellerin Vittoria Puccini glänzt als wagemutige Frau, die alle Sicherheiten zugunsten der großen Liebe opfert und macht nachvollziehbar, warum Anna Karenina zu den bedeutenden Frauenfiguren der Weltliteratur zählt. Als Annas Ehemann zeigt Benjamin Sadler eindrucksvoll, dass auch dieser in einem engen Korsett aus Konventionen und rigiden Bestimmungen steckt. Das Drehbuch verfasste Francesco Arlanch.

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Moskau, Ende des 19. Jahrhunderts: Fürst Stiwa (Pietro Sermonti) hat wieder einmal seine Frau Dolly (Carlotta Natoli) betrogen, die sich scheiden lassen will. Um sie umzustimmen, lädt er seine Schwester Anna Karenina (Vittoria Puccini) aus St. Petersburg ein. Bei ihrer Ankunft am Bahnhof begegnet Anna Stiwas Freund Wronski (Santiago Cabrera), der großen Eindruck auf sie macht. Auch Dollys jüngere Schwester Kitty (Lou de Laage) liebt den charmanten Gardeoffizier, für den sie den Heiratsantrag des idealistischen Gutsbesitzers Lewin (Max von Thun) zurückweist. Auf einem Ball muss Kitty bemerken, dass Wronski nur Augen für Anna hat. Enttäuscht verlässt sie das Land, um in einem deutschen Militärlazarett als Krankenschwester zu helfen, derweil Lewin sich auf seinem Landgut in Arbeit vergräbt. Zurück in St. Petersburg stellt Anna überrascht fest, dass Wronski ihr gefolgt ist und keine Gelegenheit der Begegnung auslässt. Anna ist sich ihrer Verantwortung als verheiratete Frau bewusst, doch nach Jahren in glückloser Ehe mit dem gefühlskalten Alexej Karenin (Benjamin Sadler) sehnt sie sich nach Wärme und Zuneigung. Wider alle Vernunft stürzt sie sich in eine Affäre mit Wronski, wird von ihm schwanger und konfrontiert ihren Mann mit der Wahrheit. Der um seinen Ruf besorgte Staatsbeamte zwingt sie zur Erfüllung ihrer Ehepflicht - andernfalls wird sie ihren Sohn Serjoscha (Dylan Pierce) nie wieder sehen.

Bei der Geburt ihrer Tochter erkrankt Anna schwer. In Erwartung des Todes söhnt sie sich mit ihrem Mann Alexej aus, worauf Wronski sich das Leben nehmen will. Reumütig versucht Anna, ihre zerrüttete Ehe zu retten, doch das zermürbende Zusammenleben mit dem wohlhabenden Staatsbeamten, den sie nicht aus Liebe geheiratet hat, wird immer unerträglicher. Nach ihrer überraschenden Genesung wendet sie sich erneut ihrem Geliebten Wronski zu. Alexej wäre mit einer Trennung einverstanden, doch als schuldhaft geschiedene Ehebrecherin dürfte Anna nicht mehr heiraten. Schweren Herzens lässt sie ihren Sohn Serjoscha zurück und begibt sich mit dem Geliebten auf eine Italienreise. Unterdessen kehrt Kitty aus dem deutschen Exil zurück und weiß nun, dass der Gutsbesitzer Lewin doch der Richtige für sie ist. Lewin ist überglücklich, muss aber schon bald nach der Hochzeit erkennen, dass Kitty ihn vor eine Herausforderung stellt. Die Sehnsucht nach ihrem Sohn zieht Anna derweil nach St. Petersburg zurück. Es kommt zum bewegenden Wiedersehen mit Serjoscha, der jedoch nicht verstehen kann, warum seine Mutter ihn im Stich gelassen hat. Da ihre wilde Ehe von der Gesellschaft missbilligt wird, muss Anna mit Wronski zurückgezogen auf dessen Gut leben. Der junge Offizier fühlt sich bald eingeengt und lässt seine Geliebte häufiger alleine. Anna befürchtet, dass er sich einer anderen zuwendet und fällt einen tragischen Entschluss.
"Anna Karenina" ist nach der TV-Ausstrahlung sieben Tage auf der Video-Plattform ORF-TVthek (http://TVthek.ORF.at) als Video-on-Demand und auch als Live-Stream abrufbar.

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