"kreuz und quer" am 7. Jänner: "Den heiligen drei Königen auf der Spur" und "Wie reich sind Reiche?"

Wien (OTS) - Die Geschichte der Heiligen Drei Könige ist allgemein bekannt - doch gab es die drei Weisen aus dem Morgenland, wie sie im Evangelium beschrieben werden, wirklich, oder ist die Geschichte eine Legende, die im Laufe der Jahrhunderte immer mehr ausgeschmückt wurde? Die "kreuz und quer"-Dokumentation "Den heiligen drei Königen auf der Spur" von Stéphane Bégoin und Sonia Paramo geht dieser Frage in einer spannenden Spurensuche in "kreuz und quer" - präsentiert von Doris Appel - am Dienstag, dem 7. Jänner 2014, um 22.30 Uhr in ORF 2 auf den Grund.

Um 23.25 Uhr folgt die Dokumentation "Wie reich sind Reiche?", in der Kurt Langbein und Florian Kröppel zeigen, wie Österreichs Reiche zum Reichtum gekommen sind und wie sie damit leben.

"Den heiligen drei Königen auf der Spur" - ein Film von Stéphane Bégoin und Sonia Paramo

Das Matthäus-Evangelium ist der einzige Text, der von den Heiligen Drei Königen berichtet. Die wenigen Sätze dazu wurden fast 80 Jahre nach ihrer Reise verfasst, insgesamt sind es lediglich zwölf Verse. Dennoch ist die Geschichte seit mehr als 2.000 Jahren in der christlichen Welt tief verankert. Um zu verstehen, wie der Mythos um die drei Weisen aus dem Morgenland entstanden ist und wie er von Kirche und Tradition aufgegriffen wurde, begibt sich die Dokumentation auf die Spuren, die der Text der Heiligen Schrift in der Geschichte hinterlassen hat. Er untersucht künstlerische Darstellungen, erkundet die Landschaften, durch die die Könige gereist sind, besucht Kirchen und begegnet Menschen, die versucht haben, dem Geheimnis um Kaspar, Melchior und Balthasar auf den Grund zu gehen.

Die Dokumentation erzählt die biblische Geschichte der drei Könige in aufwendigen Spielszenen. Um der historischen Realität auf die Spur zu kommen, sucht das Filmteam Experten im Nahen Osten und Mitteleuropa von Barcelona bis Jerusalem auf. Vom Astrophysiker der Europäischen Raumfahrtbehörde über den Bibelarchäologen aus Jerusalem und Kunstexperten aus Frankreich - alle versuchen, einen Beleg für die historische Existenz der Heiligen Drei Könige zu finden. Denn weder in Bethlehem selbst noch anderswo im Heiligen Land wurde bis heute je der geringste archäologische Beweis für die Existenz und die Geschichte der Heiligen Drei Könige gefunden. Neben der biblischen Schrift geben vor allem Kunstwerke Auskunft über die symbolische, religiöse und historische Realität der drei Könige. Und mit Hilfe von Computern etwa kann heute 2.000 Jahre zurückgegangen werden, um den exakt selben Himmel zu betrachten, den auch die drei Weisen damals gesehen hatten - und langsam lösen sich die Rätsel um die Weisen aus dem Morgenland. "Den heiligen drei Königen auf der Spur" stellt die gängigen Ansätze der heutigen Forschung vor.

"Wie reich sind Reiche?" - Ein Film von Kurt Langbein und Florian Kröppel

Sie zahlen zu wenig Steuern, sagen die einen. Sie wirtschaften für uns alle, die anderen: Fünf Prozent der österreichischen Haushalte, das sind 190.000 Familien, besitzen fast die Hälfte des gesamten Vermögens, durchschnittlich sind es 2,5 Millionen Euro. Und die Kluft zwischen Reich und Arm hat sich in den vergangenen Jahren - auch in der wirtschaftlichen Krise - deutlich vergrößert.

Wie Österreichs Reiche zum Reichtum gekommen sind und wie sie damit leben, zeigen Kurt Langbein und Florian Kröppel in "kreuz und quer":
Robert Hartlauer etwa, der das Unternehmen mit 160 Filialen geerbt hat, sagt im Porträt: "Ich hackel viel und ich habe kein schlechtes Gewissen, dass ich gutes Geld verdiene." Und Robert Kanduth, der als Hersteller von Sonnenkollektoren innerhalb zweier Jahrzehnte zum vielfachem Millionär wurde, erzählt über den Zwang, immer mehr erreichen zu wollen: "Man muss wachsen, sonst wird man überholt und irgendwo ist es vielleicht sogar ein Trieb, dass man sagt, man macht wieder weiter."

Der Film geht auch der Frage nach, wie Geld und Vermögen das Denken und Verhalten beeinflussen. Angehörige reicherer Schichten zeigen in Experimenten weniger Hilfsbereitschaft, lügen schneller und neigen eher dazu, anderen etwas wegzunehmen als Testpersonen aus ärmeren Schichten. Wenn etwa alle an einem Würfelspiel teilnehmen und danach angeben sollen, was sie gewürfelt haben, um Erfolgsprämien zu kassieren, flunkern die Armen ein wenig, die Reichen übertreiben dagegen ganz erheblich. "Reiche sind wohl gewohnt, dass sie vorhandene Möglichkeiten bis an die Grenzen ausloten und sie gehen schneller an Grenzen als arme Personen", sagt Mathias Sutter, Professor für experimentelle Wirtschaftsforschung an der Universität Innsbruck.

"kreuz und quer" ist nach der TV-Ausstrahlung sieben Tage auf der Video-Plattform ORF-TVthek (http://TVthek.ORF.at) als Video-on-Demand abrufbar und steht als zeitnahe Servicewiederholung am Mittwoch im Hauptabend auf dem Programm von ORF III Kultur und Information.

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