AK fordert Transparenz: Um wie viel war Milch zu teuer?

Kartellgericht verhängt Bußgeld gegen Kärntnermilch

Wien (OTS) - Wie die Bundeswettbewerbsbehörde (BWB) informiert hat, hat das Kartellgericht gegen die Kärntnermilch eine Geldbuße in Höhe von 375.000 Euro verhängt. Das Unternehmen soll im Zeitraum von Jänner 2007 bis Februar 2011 vertikale Preisbindungen betreffend Molkereiprodukte mit dem Lebensmitteleinzelhandel vorgenommen haben. Auch diesmal erfahren die KonsumentInnen nicht, um wie viel sie zu viel bezahlt haben und mit wem die Preise abgesprochen wurden. Die AK fordert von der Bundeswettbewerbsbehörde volle Aufklärung in allen Kartellverfahren und eine rasche Veröffentlichung der Entscheidungen durch das Kartellgericht. Die verhängten Geldbußen sollen dem KonsumentInnenschutz zugutekommen.

"Es ist nur gerecht, dass die Geldbußen in den KonsumentInnenschutz investiert werden. Schließlich sind es die KonsumentInnen, die durch die Preisabsprachen und höheren Preise lange draufgezahlt haben", erklärt AK Direktor Werner Muhm. Die AK-Forderungen nach mehr Transparenz im Kartellverfahren und Zweckwidmung der Geldbußen decken sich auch mit dem Vorhaben der neuen Bundesregierung. Der aktuelle Kartellfall zeigt deutlich, dass diese Punkte nun rasch umgesetzt werden müssen.

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